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Okra: Power-Schote für ein gutes Bauchgefühl

Gambo, Gemüse-Eibisch oder Okra – verschiedene Namen, aber ein unverwechselbarer Geschmack: Die afrikanische Schote ist mittlerweile auch auf unseren Tellern heimisch geworden. Wir verraten dir, wie gesund Okra ist und warum sich dein Darm über die geschmackliche Abwechslung freut.

von , Online-RedakteurinAktualisiert: 16.08.2019
Okraschoten auf einem Tisch
iStockphoto

Das Aussehen einer Peperoni, der Geschmack einer grünen Bohne und mittlerweile auch eine beliebte Beilage zu Fleisch oder im Salat:

Okraschoten erobern nicht nur unsere Geschmacksnerven, sondern auch die Sympathie unserer Darmflora.

Zudem ist das grüne Gemüse ein wahrer Schlankmacher, das uns durch seinen niedrigen Fettgehalt, die geringen Kilokalorien und den Heißhunger zügelnden Effekt sogar beim Abnehmen hilft.

Themanorcentralparks verrät dir, was du über die Okraschote, ihre Nährstoffe und ihre Zubereitung wissen solltest.
 

Warum ist Okra so gesund?

Okra Benefits Grafik
Themanorcentralparks/erstellt mit Canva
  • Starke Schutzfunktion: Die Faserstoffe in der Schote schützen den Darm vor schädlichen Stoffen, beispielsweise Medikamenten.
  • Keine Chance für Heißhunger: Aufgrund ihres großen Ballaststoffgehalts sorgen Okraschoten dafür, dass wir lange satt bleiben und unser Blutzuckerspiegel sich stabilisiert. Außerdem enthält das Gemüse nur wenige Kalorien und kaum Fett.
  • Krankheiten, nein danke: Das ist vor allem dem hohen Anteil an Vitamin C zu verdanken, das dafür sorgt, dass das Immunsystem gestärkt und vor Krankheitserregern gewappnet ist.
  • Trainingspartner: Kalzium ist essentieller Bestandteil starker Knochen, Kalium ist hingegen wichtig für das Herz und unseren Muskelaufbau. Die beiden Mineralstoffe gehen beim Training also Hand in Hand.
  • Reinigung von innen: Die Ballaststoffe der Okraschoten fegen durch deinen Darm und räumen deinen Verdauungstrakt auf – von Verstopfungen und Blähungen keine Spur.
  • Lecker und schön: Die in Okra enthaltenen Antioxidantien kommen deiner Haut zugute und beschleunigen die Wundheilung. Ebenso lässt Vitamin A Fältchen verschwinden. Zudem hast du durch die in Okra enthaltenen Pflanzenstoffe Beta-Carotin, Xanthin und Lutein den vollen Durchblick, denn sie schützen vor Augenkrankheiten und stärken die Sehkraft.

Eignet sich Okra zum Abnehmen?

Die Okraschoten sind sowohl nährstoffreich als auch kalorienarm. Daher bieten sich die Schoten super an, wenn du an deinem Gewicht arbeitest.

Allerdings solltest du nicht zu viele der grünen Hülsen essen: Wie auch in anderen Gemüsesorten, ist in Okra eine gewisse Menge Oxalsäure enthalten, die die Bildung von Nierensteinen fördern kann.
 

Okra: Nährwerte, Kalorien und Inhaltsstoffe

Das Tolle an den fingerförmigen Gemüseschoten? Okras sind nicht nur eine schmackhafte Alternative zu grünen Bohnen, sondern wahre Kraftpakete.

Neben Ballaststoffen ist Okra reich an Mineralstoffen und Spurenelementen.

Mit nur 19 Kalorien sind 100 Gramm der Schoten leckere Schlankmacher und lassen uns ganz einfach unsere Linie halten. Mit ihren 2 Gramm pro 100 Gramm, sind Okras ein optimales Low Carb-Gemüse.

Zudem decken sie more als ein Drittel unseres Tagesbedarfs an Vitamin C, was zusätzlich unsere Fettverbrennung ankurbelt und und unsere Abwehrkräfte stärkt.

Vom Stil bis zur Spitze der Hülse kann alles der Schote verwertet werden, was dich zugleich von Kopf bis Fuß gesund und fit hält.

Die Tabelle zeigt die Kalorien und die wichtigsten Nähr- sowie Inhaltsstoffe von Okra:

Nährwerte und Inhaltsstoffein 100 Gramm (durchschnittlich)
Kalorien19
0 g
Proteine2 g
Kohlenhydrate2 g
Ballaststoffe5 g
Vitamin C36 mg
Kalium
 
199 mg
Kalzium69 mg
38 mg
Phosphor
 
75 mg
Beta-Carotin394 μg
Buch: "Die kleine Nährwerttabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.", Prof. Dr. Helmut Fröleke, Umschau Verlag (2005), S. 48–49

 

Das solltest du über Okra wissen

Okrapflanze mit Schote
iStockphoto

Saison

Aufgrund des weltweiten Anbaus sind Okraschoten ganzjährig erhältlich. Der bis zu zweieinhalb Meter hohe Strauch der Okra gehört zur Gattung der Malvengewächse und braucht viel Wärme, weshalb der Anbau in Deutschland nur in Gewächshäusern möglich ist.
 

Herkunft

Okra zählt zu den ältesten Gemüsesorten der Welt. Ursprünglich stammen die grünen, Peperoni ähnlichen Kapselfrüchte mit weichem Flaum aus Afrika. Ihr Anbaugebiet erstreckt sich heute allerdings über die ganze Welt und wachsen nicht nur in afrikanischen Ländern, sondern auch in Indien, der Karibik, Thailand oder im Mittelmeerraum.

Welche Sorten gibt es?

Die verschiedenen Sorten der Okra unterscheiden sich durch die Form und der Länge der Schoten, aber auch durch die Farbe der Früchte, die von einem hellen Grün bis zu einem Dunkelrot oder Violett reicht.

 

Geschmack

Okraschoten schmecken mild, aber dennoch pikant und weisen eine leicht säuerliche Note auf. Der leicht süße Geschmack ähnelt grünen Bohnen, die Säure hingegen erinnert an Stachelbeeren.

 

Schon gewusst?

Aufgrund ihrer Form werden die Hülsen der Okrapflanze auch „Ladyfinger“ genannt.

Die Schoten werden unreif geerntet, da ihr Inneres sonst holzig wird und an Geschmack verliert.

Bis auf den Stiel und die trockenen Spitzen kannst du die ganze Schote, mitsamt der weißen Samen in der Fruchtkammer, essen.
 

Okra: Zubereitung, Aufbewahrung und Küchentipps

Okraschoten in einer Schüssel
unsplash / Neha Deshmukh

Auf was muss ich beim Einkauf achten?

Da Okra vor allem in der afrikanischen, asiatischen und türkischen Küche auf dem Speiseplan steht, gibt es die gesunden Schoten in Supermärkten in Deutschland, die landestypische Produkte führen.

Jedoch ist das grüne Gemüse auch immer häufiger in gut sortierten Gemüseabteilungen zu finden. Beim Kauf solltest du nach kleineren, hellgrünen Schoten greifen, die nicht länger als 10 cm sind.

Diese sind besonders knackig und auch roh ein beliebter Snack. Größere, verfärbte oder festere Hülsen können ein Zeichen dafür sein, dass das Innere faserig und zäh ist.

Des Weiteren gibt es Okraschoten auch getrocknet oder in eingelegter Form.

 

Lagerung

Am besten schmecken die leckeren Schoten frisch.

Darum solltest du das Gemüse möglichst schnell verbrauchen, um die darin enthaltenen Vitamine und Antioxidantien vollständig auszukosten.

Wie auch die Okrapflanze sind die Schoten kälteempfindlich und sollten deshalb nicht im Kühlschrank gelagert werden. Eingefroren sind die Schoten bis zu einem Jahr haltbar.

Zubereitung

Das Gemüse kann roh, getrocknet, gebraten oder gedünstet zubereitet werden.

Als knackiges Topping auf dem Salat sollten die Schoten abgewaschen, der Flaum der Schalen abgerieben und der Stielansatz sowie die Spitze entfernt werden. In kleinen Stücken dem Salat beigemischt bieten die Schoten eine leckere Abwechslung.

Beim Garen und Braten tritt eine milchige Flüssigkeit aus den Okrastücken, die speziell bei Eintöpfen, Soßen oder Suppen zum Eindicken genutzt werden kann. Die Stoffe, die unsere Verdauung unterstützen und unsere Darmflora stärken, sind besonders in dieser heraustretenden Flüssigkeit enthalten.

Wer jedoch die schleimige Konsistenz vermeiden möchte, sollte die gewaschenen und zerkleinerten Schoten in Essigwasser vorkochen.

Das Gemüse schmeckt besonders als Beilage zu Fisch, Fleisch oder Meeresfrüchten und eignet sich als Zutat für eine Gemüsepfanne oder scharfes Curry.
 

Themanorcentralparks Okra-Rezept

Das Allroundtalent Okra macht sich hervorragend in Salaten, Reis- und Gemüsepfannen oder als Beilage zu Fleischgerichten.

Unser Favorit: Okraschoten in einem würzigen Gemüse-Curry mit Erdnusssoße.

Rezept: Gemüse-Curry mit Erdnusssoße

Bild zum Thema Gemüsecurry mit Erdnusssoße
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Autor
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Quelle
Prof. Dr. Helmut Fröleke (2005): "Die kleine Nährwerttabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.", Umschau Verlag, S. 48–49
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