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Haarentfernung: Die 6 besten Methoden im Überblick

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Von Epilieren und Rasieren über Waxing bis hin zum Lasern: Die Methoden zur Haarentfernung sind vielseitig und unterschiedlich. Die Richtige zu finden, ist nicht immer einfach – dieser Überblick hilft dir jetzt dabei. Tschüss, Stoppeln!

von Aktualisiert: 01.07.2019
Dame mit glatten Beinen
iStockphoto

Haarentfernung war jahrzehntelang ein Muss, wird inzwischen aber heiß diskutiert.

Viele Influencerinnen lehnen Haarentfernung als Symbol für Fremdbestimmung durch "falsche" Schönheitsideale ab, propagieren auf Instagram den Weg zurück zur Natur und zeigen wieder Wildwuchs.

Popstars wie Miley Cyrus, Madonna und Lady Gaga brachten mit #freeyourpits den Trend ins Rollen, ließen ihre Achselhaare wachsen und färbten sie knallig ein – als Zeichen für Frauenrechte.
 

Haarentfernung – das sind die besten Methoden

Trotzdem tickt das Gros der Frauen anders, über zwei Drittel der Frauen unter 35 Jahren entfernen sich regelmäßig die Haare an den Beinen, Achseln und im Intimbereich. Mittlerweile ziehen auch viele Männer nach. 

Um Körperbehaarung zu entfernen, gibt es verschiedene Methoden: Rasieren, Epilieren, Waxing, Sugaring, Enthaarungscreme, Lasern oder Trimmen  – alles eine Frage des Geldes, des Perfektionsanspruchsund Schmerzempfindens.
 

Top-Produkte zur Haarentfernung

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1. Rasieren

Rasieren ist die wohl belibteste Methode zur Haarentfernung und besonders beliebt für Beine, Achseln und die Intimzone.

Mit der Rasierklinge oder einem elektrischen Rasierer beseitigst du lästige Härchen im Handumdrehen. Vorher warm zu duschen, macht es leichter, weil die Härchen weicher werden.

Einwegrasierer sind unkompliziert für die Nassrasur und sorgen in der Kombination mit Rasierschaum (kein Duschgel!) für glatte Haut, sie sind jedoch nicht besonders nachhaltig. Noch praktischer sind Rasierer mit integriertem Gelkissen.

Für die Trockenrasur ist ein elektrischer Rasierer geeignet. Viele Frauen nutzen in der Bikinzone einen Trimmer, um das Schamhaar  auf eine gleichmäßige Länge zu kürzen, statt es komplett zu rasieren.

Dame rasiert sich die Beine
iStockphoto

Geeignet für: Normale Hauttypen, bei denen die Rasur gleichzeitig wie ein leichtes Peeling wirkt. Ungeeignet für empfindliche oder sehr trockene Haut, sie wird durch die Rasur wund, es können Rasierpickelchen entstehen.

Vorteile: Schnell, einfach und schmerzfrei

Nachteile: Die Klingen sollten immer scharf sein, das führt allerdings auch schnell zu lästigen Mini-Schnitten. Deshalb auf keinen Fall ein aluminiumhaltige Antitranspirant im Anschluss verwenden.

Beim Nachwachsen kann es außerdem zu eingewachsenen Haaren, Hautreizungen und Rasierpickelchen kommen.

Haltbarkeit: Ein bis zwei Tage. Die Stoppeln sind schnell zurück, denn du kappst die Härchen nur an der Hautoberfläche.

Kosten: Je besser die Klingen, desto teurer wird es. Günstige Einwegrasierer kosten im Paket etwa 3 Euro, komfortablere Gelrasierer 10 bis 15 Euro. Elektrische Rasierer (Ladyshaver für Frauen, Bodygroomer für Männer) je nach Ausstattung und Qualität zwischen 20 und 80 Euro und sind im besten Fall auch für die Nassrasur geeignet.

Schmerzlevel: Bei normaler Haut gleich Null. Bei empfindlicher Haut kann die Rasur Brennen, Juckreiz und Entzündungen auslösen.
 

2. Enthaarungscreme

Enthaarungscreme oder -gel enthalten einen Wirkstoff auf Schwefelbasis, der die Haarwurzeln löst und die Haare ausfallen lässt. Viele Hersteller überdecken mittlerweile den penetranten, scharfen Geruch der Creme.

Zur Haarentfernung trägst du das Produkt großzügig auf und lässt es nach Anleitung einwirken. Danach streifst du die Haare mit dem beiliegenden Spatel einfach ab.

Geeignet für: Alle, die kein Problem mit Chemie haben und deren Haut unempfindlich ist.

Vorteile: Unkompliziert, schmerzfrei und sorgt länger für glattere Haut als eine Rasur.

Nachteile: Enthaarungscreme eignet sich nicht für jede Körperregion und sollte nicht im Intimbereich und nie auf Schleimhäuten angewendet werden. Achseln, Beine und Bikizone sind in Ordnung.

Haltbarkeit: Etwa eine Woche. Manche Produkte werben damit, dass die Haare bei regelmäßiger Anwendung feiner nachwachsen sollen.

Kosten: Enthaarungscreme kostet zwischen 4 und 30 Euro. Eine Tube reicht bei großen Flächen wie Beinen allerdings nicht lange.

Schmerzlevel: Keine Schmerzen, falls die Creme gut vertragen wird. Bei Unverträglichkeiten wie Juckreiz oder Ausschlag sofort absetzen!

Achtung: 24 Stunden vor der ersten Benutzung musst du unbedingt testen, ob du allergisch reagierst. Tupfe etwas Creme auf eine haarlose Stelle (Innenseite des Unterarms) und checke, ob sich Rötungen oder Jucken einstellen. Am Tag nach der Prozedur das Sonnenlicht meiden.
 

3. Epilieren

Ein Epilierer arbeitet mit kleinen rotierenden Pinzetten an einer Walze, die die Härchen mit der Wurzel ausreißen. Für Schmerzempfindliche ist das langsam über die Beine gleitende Gerät gewöhnungsbedürftig.

Es gibt Trocken- und Nassepilierer, moderne Modelle können beides und straffen die Haut beim Zupfen, was weniger schmerzhaft ist. Wichtig bei der Anwendung ist ein 90-Grad-Winkel.

Außerdem brauchen die Haare ein paar Millimeter Länge (mindestens 0,5 und maximal 5 Millimeter), um erfasst zu werden. Besser abends epilieren, damit sich die Haut über Nacht regenerieren kann.

Geeignet für: Unempfindliche Hauttypen, da das Epilieren die Haut reizt.

Vorteile: Hält vergleichweise lange und mit der Zeit wachsen die Haare dünner nach.

Nachteile: Epiliergeräte eignen sich weniger für besonders schmerzempfindliche Bereiche wie die Achseln oder Bikinizone. Im Anschluss können sich kleine rote Punkte bilden, die normalerweise nach ein paar Stunden wieder verschwinden.

Haltbarkeit: Je nach Haarstruktur bis zu vier Wochen, manchmal sprießen die Härchen jedoch deutlich schneller.

Kosten: Epilierer kosten zwischen 30 und 180 Euro. Es lohnt sich, für hohe Qualität und zusätzliche Features more Geld auszugeben, dann sind die Geräte für Nass- und Trockenanwendung geeignet und zusätzlich mit Massageaufsatz oder Kühlpack ausgestattet.

Schmerzlevel: Reicht je nach individuellem Schmerzempfinden von leichtem Ziepen bis zu echten Schmerzen, soll aber bei regelmäßiger Anwendung nachlassen. Nassepilation oder eine warme Dusche vor der Trockenepilation öffnen die Poren.
 

4. Waxing

Beim Waxing, also Haarentfernung mit Wachs, werden die Haare entgegen der Wuchsrichtung ausgerissen und sollten maximal fünf Millimeter lang sein. Das tut weh – egal, ob du Warm- oder Kaltwachs benutzt.

Warmwachs besser einer erfahrenenen Kosmetikerin überlassen, die es schnell über die Bühne bringt und an wirklich jede Körperstelle kommt. Eine Selbstanwendung erfordert Übung beim Handling und der Temperatur.

Außerdem darfst du beim Abreißen nicht zögerlich sein. Es gibt auch Waxing Systeme mit Wachspatronen und Aufwärmstation, die an die Steckdose angeschlossen wird.

Kaltwachs für zu Hause gibt es in vorgefertigten Streifen im Drogeriemarkt. Sie werden in der Hand erwärmt und auf die zu enthaarende Stelle gedrückt.

Geeignet für: Frauen und Männer, die bereit sind, für glatte Haut Schmerzen zu akzeptieren

Vorteile: Da die Haare beim Waxing mit Wurzel ausgerissen werden, hast du moreere Wochen Ruhe, neue wachsen als zarter Flaum nach. Gut für Beine und Damenbart.

Nachteile: Ganz klar die Schmerzen.

Haltbarkeit: Vier bis sechs Wochen.

Kosten: 20 Kaltwachsstreifen kosten zwischen 4 und 10 Euro, elektrische Waxing Sets fürs Warmwachsen ab 30 Euro. Je nach Körperregion und Studio werden beispielweise für die gesamten Beine ab 30 Euro, fürs Bikini Waxing um die 25 Euro und für den ganzen Körper bis zu 150 Euro fällig.

Schmerzlevel: Hoch! Angeblich lässt es mit der Zeit nach, wenn die Haare feiner nachwachsen.
 

5. Sugaring

Ähnlich wie Waxing funktioniert Sugaring, die Haarentfernung mit einer Zucker-Zitronensaft-Wasser-Paste, auch Halawa genannt. Diese Methode ist in den arabischen Ländern gängig und auch bei uns beliebt.

Die Paste wird leicht erwärmt, bei Körpertemperatur weich geknetet, entgegen der Wuchsrichtung aufgetragen und mit oder ohne Vliesstreifen ruckartig in Wuchsrichtung abgerissen.

Fertige Paste gibt es auch für zu Hause.

Geeignet für: Frauen und Männer, denen Waxing zu sehr weh tut und die auf Naturprodukte stehen – sogar für empfindliche Haut und Allergiker.

Vorteile: Sugaring ist milder und gründlicher als Waxing. Perfekt für Achseln, Damenbart, Bikinizone und – bei hellen Haaren – auch für Beine.

Nachteile: Etwas kostenintensiver als Waxing.

Haltbarkeit: Etwa sechs Wochen, da die Haare mit der Wurzel ausgerissen werden.

Kosten: Sugaring-Paste kostet etwa 20 Euro. Im Studio kostet Sugaring je nach Körperregion etwa 20 Euro für die Bikinizone und 45 Euro für die kompletten Beine.

Schmerzlevel: Niedriger als beim Waxing, da die Paste nur am Haar und nicht an der Haut klebt. Da die Haare feiner nachwachsen, soll der Schmerz bei der nächsten Entfernung nachlassen.
 

6. Laser, IPL

Du möchtest dauerhafte Haarentfernung? Hier kommen Methoden wie Laser oder IPL-Technologie (Intense Pulsed Light) zum Einsatz. Beim Lasern wird mit Licht das Melanin in der Haarwurzel angegriffen und zerstört, IPL arbeitet mit Breitbandlicht.

Beide Methoden sind zeitintensiv und teuer, da die zu behandelnden Areale Stück für Stück abgearbeitet werden. Nur bestehende Haare können behandelt werden, wegen der nachwachsenden Haare sind moreere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen notwendig.

Am besten geeignet sind dunkle Haare, bei hellen und weißen Haaren und sehr dunkler Haut funktioniert es nicht. Nach der Behandlung Sonne und Peelings vermeiden! Laser- und IPL-Geräte für den Hausgebrauch sind weniger intensiv, dafür kostengünstiger.

Geeignet für: Alle, die eine Dauerlösung suchen und genug Geld dafür haben.

Vorteile: Dauerhafte Haarentfernung, die weitestgehend schmerzfrei verläuft.

Nachteile: Kostspielig und zeitintensiv.

Haltbarkeit: Jahrelang.

Kosten: Die Kosten für einzelne Behandlungen liegen zwischen hundert und moreeren hundert Euro, je nach Bereich. Es sind normalerweise sechs bis acht Behandlungen nötig.

Schmerzlevel: Je nach Hauttyp fühlt es sich nach Wärmeimpuls oder Piks an. Manche empfinden Lasern wie Nadelstiche, es kann zu Rötungen oder Schwellungen kommen.
 

Tipps und Tricks: So wird die Haarentfernung zum Kinderspiel

So unterschiedlich die Methoden zur Entfernung der Haare sind, einige Punkte erleichtern das Procedere in jedem Fall:

  • Länge: Um Haar zu entfernen, musst du es erstmal wachsen lassen. Beim Waxing, Sugaring und Epilieren ist eine Länge von fünf Millimetern optimal, zu lang ist schmerzhaft. Rasieren kannst du schon bei den ersten Stoppeln. 
  • Wärme: Warm duschen oder baden ist die ideale Vorbereitung zur Haarentfernung, da die Haare so weicher werden und die Poren sich öffnen.
  • Peelings: Regelmäßige Peelings zwischendurch (nicht am Tag nach der Depilation!) verhindern eingewachsene Haare, die Pickel und Entzündungen verursachen.
  • Pflege: Die Haut dankt dir nach der Rasur oder Epilation für eine kühlende, beruhigende Pflegelotion zum Beispiel mit Kamille oder Aloe Vera.
  • Qualität: Hochpreisige elektronische Rasierer, Epilierer und Trimmer haben praktische Zusatzfunktionen und sind für Nass- und Trockenanwendung geeignet. Bei einfachen Rasierern alle vier Wochen die Klinge wechseln, um Schnitte und Irritationen zu meiden.
  • Sonne: 24 Stunden nach der Depilation UV-Strahlen meiden.
     

Wachsen die Haare nach der Entfernung wirklich dicker nach?

Dieser hartnäckige Mythos stimmt nicht. Zwar scheinen die Haare bei der Rasur dicker nachzuwachsen, aber die Erklärung ist simpel: Das Haar wird zur Spitze hin dünner, gekappt wird es aber weiter unten und erscheint daher voller.

Wenn das neue Haar sprießt, siehst du zuerst nur den dickeren Teil der Haare, der kräftiger wirkt. Außerdem fallen nachwachsende Stoppeln auf glatt rasierter Haut more auf.

Einige Methoden der Haarentfernung wie Epilation, Waxing, Sugaring und Lasern sollen sogar langfristig bewirken, dass die Haare feiner nachwachsen.

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