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Mindful Movement beugt Stress, Erschöpfung und Burnout vor

"Die Tage rauschen nur so an mir vorbei..." Diesen Satz haben sicher alle von uns schon mal geseufzt. Mindful Movement, also achtsame Bewegung, soll der Hektik des Alltags entgegen wirken.

von , Ressortleiterin Sport & Fitness
Frau macht Yoga
Unsplash / JD Mason

Das Gefühl, ausgebrannt zu sein, kennt jeder von Zeit zu Zeit. Selbst beim Sport, eigentlich ein Ausgleich, rattern wir oft nur das Programm runter. Mindful Movement, übersetzt "achtsame Bewegung", wirkt der Hektik entgegen.

Dem Training Achtsamkeit hinzuzufügen, ist einer der größten Wellness-Trends, die Experten beim 'Global Wellness Summit' – ein jährliches Wellnesstreffen der Spa- und Wellness-Industrie – ausgemacht haben:

Sich entweder in Fitness-Kursen, in denen trainiert wird, bewusst zu bewegen. Oder indem man Workouts mit achtsamer Meditation beendet.

Prof. Gerard Bodeker von der University of Oxford bestätigt: "Meditation wird Mainstream, gerade rechtzeitig, um dem ansteckenden Stress entgegenzuwirken, der unsere Gesellschaft bedroht."

Auch die Sportbranche reagiert: Asics entwickelt die erste "Laufstrecke zum Trainieren des Geistes".

 

Die Deutschen sind immer busy

Und der Bedarf ist offensichtlich: Wurden 2009 in Deutschland 612.000 Patienten wegen Burn-out-Syndrom behandelt, waren es laut dem 'Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung' 2017 bereits an die 950.000.

Die Betroffenen fühlen sich ausgebrannt, erschöpft, überfordert.

war eine von ihnen. Mit 24 Jahren beruflich schnell aufgestiegen, absolvierte die Hamburgerin "nebenbei" noch ein Abendstudium: "Ich war immer busy, doch hatte permanent das Gefühl, nicht genug zu schaffen", erzählt die heute 35-Jährige.

"Einmal ging ich nach Hause, fing an zu heulen und hörte nicht more auf." Ihr erster echter Zusammenbruch. Weitere folgen.

Es sollte noch zwei Jahre dauern, bis Coco Collmann ihren Job kündigte. Ein neues Leben begann: Achtsamkeit und Meditation standen jetzt im Mittelpunkt.

Dazu machte sie einen Trainerschein und entwickelte ihr eigenens "Stressbewältigungs-Workout".

 

Ausgebrannt? Die Signale richtig deuten

"Beim Sport geht es nicht darum, sich einfach nur auszupowern. Man kann dabei auch lernen den Urspung und die Symptome von Stress zu bewältigen", erklärte Collmann.

"Habe ich wirklich Schmerzen oder ist es mein Kopf, der keinen Bock hat? Wir steuere ich welches Körperteil an?"

Mit solchen Fragen beschäftigt sich "Mindful Movement". Die Atmung spielt dabei eine wichtige Rolle.

So atmen wir durch Stress viel zu flach und schnell. Mit gezielten Übungen wird die Anspannung gelöst.

Am besten sofort..., nein! ..., in Ruhe ausprobieren.
 

Drei Entspannungsübungen für zwischendurch

Hier sind drei effektive Übungen, die du jederzeit zwischendurch – egal, ob du dich gestresst oder erschöpft fühlst – machen kannst:
 

1. Blasebalg

"Eine tolle Übung, um Bewegung und Atem zu synchronisieren."

Durchführung Blasebald
Seasons.agency
  • Hüftbreiter, aufrechter Stand. Mit jeder tiefen Einatmung die Arme angewinkelt mit den Handflächen nach oben zeigend hochziehen.
  • Kurz oben halten, ausatmen, die Hände umdrehen und gleichzeitig die Arme nach unten schieben.

Tipp: Schultern entspannen und tief ziehen, ruhige Atemzüge.
 

2. Wechselatmung

"Bewusste Atmung zum Entspannen."

Durchführung Wechselatmung
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  • Mit dem linken Daumen das linke Nasenloch schließen, durch das rechte Nasenloch einatmen.
  • Luft vier Sekunden anhalten, mit dem kleinen Finger das rechte Nasenloch schließen und acht Sekunden durch das linke ausatmen.

Tipp: Tief in die Bauchhöhle einatmen, die Augen schließen.
 

3. Kniesitz

"Öffnet das Herz und befreit den Kopf."

Durchführung Kniesitz
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  • Im Kniesitz einatmen, die Arme über die Seiten nach oben führen, ausatmen, die Hände aneinandergelegt vor die Brust absenken.
  • Alternative: Wenn der Fersensitz nicht möglich ist, setzen Sie sich in den Schneidersitz.
     

Im Video: 5 Minuten-Anti-Stress-Flow zum Nachmachen

Bild zum Thema 5 Minuten Mobility Flow: Bewege deinen ganzen Körper durch
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