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Liebe trotz Krisen: Besteht deine Beziehung den Stresstest?

Wenn wir neben den eigenen Problemen auch die des Partners kaum noch ertragen, kann die Beziehung leiden. Wie lässt sich die Liebe krisenfest machen?

von Cover Media
Paar in der Natur, Frau lehnt sich an den Mann
Unsplash.com/Milan Popovic

Miteinander habt ihr überhaupt keine Probleme, aber jeder für sich schon. Wie man damit umgeht, das variiert von Paar zu Paar.

Und es hängt auch davon ab, ob es eher Problemchen oder aber ausgemachte Katastrophen sind, die euch heimsuchen.

Denn so gerne man zu Hause auch stets eine heile Welt hätte, manche Herausforderungen lassen sich einfach nicht wegschieben und ignorieren.
 

Aus Liebenden wird ein Team

Möchtet ihr den schnöden Alltag aus eurer Beziehung heraushalten?

Das ist eine Möglichkeit, die Liebe frisch zu halten. Jedoch geht es für viele Paare nach einer gewissen Zeit nicht more hauptsächlich um ein Dauer-High auf Wolke sieben, sondern um emotionale Nähe und gegenseitige Unterstützung.

Da erzählt man sich, wo der Schuh drückt, und versucht einander zu helfen.

Einige Paare bestehen aus Einzelkämpfern, andere sehen sich schon frühzeitig als eingeschworenes Team. Dem anderen beizustehen und gemeinsam eine Krise zu meistern, schweißt zusammen.

Das lässt sich schaffen, wenn es neben schwierigen auch ausreichend sonnige Beziehungsphasen gibt, in denen keiner wegen der Sorgen des anderen mit wach liegt. Oder in denen die anhaltenden Probleme eines Partners für beide zu viel werden.
 

Hilfe von Dritten annehmen

Zu erkennen, wie weit man sich voll reinhängt, um dem anderen zu helfen, und ab welchem Punkt man sich selbst damit überfordert, ist eine Gratwanderung.

Ausgerechnet dann, wenn es immer brenzliger wird, ziehen sich Paare in einer Krisenlage schnell zurück und verschanzen sich wie in einer Burg. Doch es ist wichtig, dass man professionelle Hilfe in Erwägung zieht, bevor einem die Probleme über den Kopf wachsen.

Diese Hilfe kann ganz unterschiedlich aussehen: Vielleicht braucht dein Partner einen Arzt oder Therapeuten oder ihr beide eine Paartherapie. Geht‘s um Geldsorgen, kann eventuell ein Schuldenberater weiterhelfen.

Manchmal können aber auch gute Freunde, die ein offenes Ohr, Verständnis und praktische Unterstützung bieten, die Lage entschärfen.
 

Was tun, wenn die Probleme des Partners zu sehr belasten?

Dem anderen helfen oder Hilfe zulassen, beides kann bisweilen schwierig sein. Wenn dein Partner den Boden unter den Füßen verliert, beispielsweise durch Jobverlust oder eine psychische Krise, kommt selbst der patenteste und hilfsbereiteste Partner manchmal an die Grenzen der Belastbarkeit.

Es tut weh, hilflos dabei zuzusehen. Die Probleme lassen sich nicht lösen oder der Partner lässt sich nicht helfen – das kann zu Frust und Wut führen.

Manchmal wird man dann ungerecht: Leicht steigert man sich dann in Vorwürfe hinein – der andere gäbe sich nicht genug Mühe, solle sich mal zusammenreißen.

Auch der Gedanke, das Leben könne ohne den Partner und seine ewigen Probleme viel schöner sein, ist dann nicht fern.

Eine Stunde später fühlt man sich dann womöglich schuldig und versucht es wieder mit Trost und Verständnis.

Tatsächlich kann man auch an den Problemen des anderen zerbrechen, wenn man nicht rechtzeitig die Notbremse zieht. Dann ist man selbst ein Fall für Hilfe von außen.

Es ist keine Schande, zuzugeben, dass man wirklich nicht more weiter weiß und selbst Angst hat, depressiv zu werden.

Es ist nicht leicht, bei aller Liebe innerlich genug Distanz aufzubauen, um nicht von den Problemen des anderen verschlungen zu werden.

Oft kann ein Außenstehender einem dabei helfen, zu erkennen, ob es eine Lösung gibt und wie sie aussehen könnte.

Fazit: Impulse von Dritten und professionelle Hilfe zu suchen, ist kein Eingeständnis des eigenen Unvermögens, sondern ein mutiger und wichtiger Schritt, der das eigene Seelenheil und möglicherweise die Beziehung retten kann.

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