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Wie effektiv ist das Training auf der vibrierenden Platte?

Die Power Plate verspricht Wunder: Beim Workout auf dem vibrierenden Fitnessgerät sollen die Pfunde schmelzen, Muskeln gestärkt werden und Cellulite verschwinden. Doch hält die Power Plate auch, was sie verspricht?

von Cover Media
Frau sitzt auf Power Plate
iStockphoto

Das Training mit der Power Plate ist schon länger ein Trend in den Fitnessstudios.

Der Hersteller verspricht, dass das Workout auf der vibrierenden Platte für schnelle Gewichtsreduktion sorgt, alle Muskeln stärkt, unschöne Dellen beseitigt – und das alles in nur zehn Minuten!

Aber wie genau funktioniert das Training und wie effektiv ist es wirklich?

 

Das Prinzip der Power Plate

Entwickelt wurde die Power Plate bereits in den 70er Jahren, als Trainingsmethode für Leistungssportler. Sie sollte beim schnellen Muskelaufbau helfen.

Ihr Prinzip ist einfach: Durch die Vibrationen werden Schwingungen in den Körper geleitet, die alle Muskeln stimulieren.

Der Körper reagiert auf die Vibration und steuert reflektorisch die Muskeln an. So wird insbesondere die Tiefenmuskulatur trainiert.
 

Wie effektiv ist die Power Plate?

Studien zufolge ist das Workout auf der vibrierenden Platte tatsächlich sehr effektiv, da dabei 97 Prozent der Muskelfasern arbeiten.

Zum Vergleich: Der Durchschnittsmensch kann nur etwa 60 Prozent seiner Muskeln bewusst steuern.

Das Vibrationstraining bezieht auch den Rest mit ein und so gibt es Muskelkater an Stellen, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass dort Muskeln sind.

Die Power Plat unterstützt also den Muskelaufbau: Mehr Muskelmasse sorgt für und einen höheren Grundumsatz.

Dementsprechend kann das Training langfristig tatsächlich beim Abnehmen helfen, denn viele Muskeln verbrauchen auch viel Energie.
 

Wie funktioniert das Training auf der Power Plate?

Beim Trainieren auf der Power Plate kann man viel falsch machen. Deshalb sollte das Workout insbesondere am Anfang unbedingt immer unter Aufsicht und Anleitung eines Trainers stattfinden.

In manchen Fitnessstudios wird das Training auch in einer Gruppe angeboten.

Los geht es zunächst mit dem Aufwärmen, bei dem alle Gelenke gelockert werden.

Es folgen verschiedene statische oder dynamische Übungen, darunter Kniebeugen, Ausfallschritte oder Sit-ups, die 30 bis 60 Sekunden lang mit einer bestimmten Frequenz ausgeführt werden.

Zum Abschluss des Vibrationstrainings gibt es spezielle Massage-Übungen, um die beanspruchten Muskelgruppen zu lockern.
 

Nachteil der Power Plate

Das Vibrationstraining ist nichts für Anfänger: Sind die Muskeln zu schwach, können sie die Vibrationskräfte nicht abfedern. Als Folge können sogar Knorpel oder im schlimmsten Fall innere Organe geschädigt werden.

Deshalb sollten Fitness-Einsteiger lieber erst einmal mit Übungen wie Kniebeugen auf festem Untergrund beginnen.

Auch für eine Verbesserung der Ausdauer ist die Power Plate nicht geeignet. Die Methode sollte stattdessen als Ergänzung zum normalen Sportprogramm gesehen werden.

Und auch die Cellulite wird das Training auf der Power Plate nicht eliminieren: Diese ist größtenteils genetisch bedingt. Deshalb kann ein Workout auf dem Fitnessgerät zwar das Gewebe straffen und somit verhindern, dass sich die Dellen ausbreiten. Völlig verschwinden lassen kann sie ein Training auf der Power Plate aber nicht.
 

Kostenintensives Training

Ein weiterer Nachteil der Power Plate ist der Kostenaspekt: Von 3.000 Euro an aufwärts muss man beim Kauf der Vibrationsplatte hinlegen.

Aus diesem Grund wird in Fitnessstudios für die Nutzung der Plate meist ein hoher Aufpreis berechnet. Beim Training in der Gruppe könnte man jedoch etwas sparen.

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