.

Leinsamen: Regionales Superfood mit gesunder Wirkung

563

Ob geschrotet, eingeweicht oder als Kapseln: Leinsamen sind in jeder Form gesund und fördern die Verdauung. Doch aufgepasst: Bei der täglichen Menge an Leinsamen solltest du vorsichtig sein. Wir sagen dir, warum.

von Redaktion ThemanorcentralparksAktualisiert: 25.03.2019
Bild zum Thema Leinsamen und Leinsamenöl in kleinen Schalen
Nächstes Video wird abgespielt in5
Video abspielen

Für bestimmte Links in diesem Artikel erhält Themanorcentralparks eine Provision vom Händler. Diese Links sind mit einem Icon gekennzeichnet. Mehr

Leinsamen nennt man die Samen des Flachses (auch bekannt als gemeiner Lein). Sie wurden bereits von unseren Vorfahren als Heilmittel verwendet und erfahren noch heutzutage große Beliebtheit.

Ob ganz, geschrotet, als Leinöl oder als : Die kleinen Samen strotzen vor Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß, und besitzen eine heilende Wirkung.

Welche Vorteile sie haben, was Leinsamen so gesund macht und welche tägliche Menge empfohlen wird – all das erfährst du hier.

 

Inhaltsstoffe: Kleine Samen, große Power

Die kleinen gelben und braunen Samen besitzen einen hohen Fettgehalt. Aber du kannst durchatmen, der Fettgehalt von ist mit über 30 Prozent zwar ziemlich ordentlich, allerdings handelt es sich bei der Hälfte dieses Fetts um die Alpha-Linolensäure.

Eine höhere Konzentration dieser morefach ungesättigten Omega-3-Fettsäure wird man in keiner anderen Pflanze und sogar in keinem Fisch finden!

Zusätzlich enthalten Leinsamen Ballaststoffe (zum Teil in Form von Schleim- und Quellstoffen), Linamarin, Eiweiß, Lecithin sowie die Vitamine B1, B2, B6 und E. Auch Fol- und Pantothensäure finden sich in den flachen, glänzenden Samen wieder.

Bei der Kalorienzahl sind sie derweil ein kleines Schwergewicht: Pro 100 Gramm weisen Leinsamen ca. 372 Kilokalorien auf – für eine positive gesundheitliche Wirkung muss man aber zum Glück keine allzu große Menge zu sich nehmen.

 

Leinsamen: Alle Nährwerte auf einen Blick

InhaltsstoffMenge
Kalorien372
Protein24,4 g
Kohlenhydrate0 g
Zucker0 g
Fett30,9 g
Ballaststoffe35 g
Wasser6 g
Cholesterin0 g
Magnesium350 mg
Eisen8,2 mg
Kalium
500 mg
Kalzium500 mg
Phosphor660 mg
*Gilt für rohe Leinsamen, gerechnet auf 100 Gramm

 

Wirkung: Deshalb sind Leinsamen so gesund

Dank ihres hohen Ballaststoffgehalts – sie machen more als ein Drittel ihrer Bestandteile aus – sind Leinsamen besonders verdauungsfördernd. Aufgrund der Schleim- und Quellstoffe, die sich vor allem in der Schale befinden, wird der Magen „geschlossen“ und die Sättigung hält länger vor.

Leinsamen wirken auch sehr gut beim Abnehmen, befreien den Körper von Giftstoffen und helfen den Zuckerkonsum zu regulieren – Tschüss, Heißhungerattacken. Sie unterstützen desweiteren die Hirnfunktion, haben eine positive Wirkung auf Blutgefäße und senken den Cholesterinspiegel.

Bei Entzündungen und anderen Beschwerden im Verdauungstrakt können Leinsamen für Erleichterung sorgen – Grund hierfür: Die Omega-3-Fettsäure. Diese unterstützt zudem die Bildung von körpereigenen Abwehrzellen, den Zellstoffwechsel, die Hormonproduktion und die Eiweißsynthese.

Das gilt offenbar besonders bei Brustkrebs, wo die in den Leinsamen enthaltenen Lignane viel Gutes tun. Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die, , eine krebshemmende Wirkungs nachgesagt werden.

Da ihr Struktur sich sehr mit dem Östrogen ähnelt, können sie sich an die Östrogenrezeptoren der Körperzellen andocken. Dort wirken Lignane  wie ein schwaches Östrogen.

Das kommt uns sehr zu Gute: das agressivere Östrogen kann nicht more an die Östrogenrezeptoren andocken, sodass die krebsfördernde Wirkung des echten Östrogens nicht more dominiert.

Was bewirkt das Östrogen in unserem Körper? Eigentlich hat es positive Auswirkung auf das Wohlbefinden, die Psyche und den weiblichen Körper – regelt den Zyklus rund um den Eisprung, sorgt für gesunde Haar und tolle Haut.

Doch aufgrund der hohen Anreicherung von Östrogen beispielsweise aus Kosmetika, Reinigungsmitteln, Arzneimitteln, oder durch andere Umweltfaktoren, kommt es zu einer Östrogendominanz im Körper – wir haben zu viel Östrogen.

Das Hormonungleichgewicht kann die Bildung und das Wachstum von hormonabhängigen Tumoren fördern wie z. B. manche Brustkrebsformen, die vom Östrogen regelrecht zu more Wachstum und Ausbreitung provoziert werden.
 

Leinsamen: Wie viel solltest du am Tag zu dir nehmen?

Hier solltest du etwas vorsichtig sein: Leinsamen können in großen Mengen verdauungsanregend und abführend wirken. 2 EL Leinsamen pro Tag ist die maximale Tagesdosis.

Sehr wichtig: Dabei solltest du am besten sehr viel Flüssigkeit zu dir nehmen. Man sagt: ¼ Liter pro 1 EL Samen. Ansonsten könnte Verstopfung die unangenehme Folge sein.
 

Verwendung: Dies solltest du berücksichtigen

  • Leinsamen enthalten in geringer Menge Blausäure. Daher empfiehlt das eine tägliche Aufnahme von maximal dreimal 15 g – sprich: insgesamt 45 g pro Tag.
  • Wer bezüglich der Blausäure auf Nummer Sicher gehen will, sollte die Leinsamen mit heißem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen.
  • Leinsamen könnten die wirksame Aufnahme von Medikamenten durch die Darmwand einschränken. Die Empfehlung: Nach Einnahme der Medikamente ungefähr drei bis vier Stunden warten, bevor du Leinsamen zu dir nimmst.
  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten Leinsamenaufnahme pro Tag bei 1 EL liegen. Laut Studien, wird von einer höheren Dosis abgeraten, da nachgewiesen wurde, dass durch eine erhöhte Leinsamenaufnahme (9 EL pro Tag), die Nebenniere zu viel Cortisol, das Stresshormon, ausschüttet.
  • Bei Aufnahme von Leinsamen ist es wichtig, viel Flüssigkeit über den Tag verteilt auf sich zu nehmen. Die DGE spricht von 1,5 bis 2 Litern pro Tag. Am besten stilles Wasser und ungesüßter Tee.
  • Bei starken Bauchschmerzen oder einem Darmverschluss solltest du die kleinen Samen nicht verzehren. Sprich stattdessen mit deinem Arzt, um mögliche Ursachen abzuklopfen.

Geschrotet, eingeweicht, gequollen: Zubereitung von Leinsamen

  1. Schroten! Geschrotet lassen sich Leinsamen perfekt über Frühstücks-Klassiker wie Müsli, Haferbrei oder Porridge streuen – so kannst du zum Beispiel deine Verdauung in Schwung bringen, wenn diese zu wünschen übrig lässt. Selber schroten kannst du zu Hause mit einem , einem einfachen Schroter oder dann auch mit einer hochwertigen Getreidemühle. Aber Achtung: Geschroteter Leinsamen wird schnell ranzig und hält im Normalfall nicht länger als sieben Tage.
  2. Einweichen! Im Normalfall werden die Leinsamen in heißen Wasser eingeweicht, bis die Flüssigkeit vollständig von den Leinsamen aufgesogen worden ist. Dann sind sie servierfertig und können auch gut beim Frühstück verwendet werden. Aus eingeweichten Leinsamen kannst du zudem prima Brot backen. Eingeweichte Leinsamen helfen übrigens auch bei Magenschleimhautentzündungen.
  3. Quellen lassen! Leidet man an einer Gastritis, kann man die Leinsamen übrigens auch vor der Einnahme quellen lassen. Hierzu die unzerkleinerten Samen mit kaltem Wasser ansetzen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann gießt man die Flüssigkeit ab und nimmt den entstandenen Schleim zu sich. Der Schleim lässt sich überdies äußerlich angewendet als Breiumschlag zur Wundheilung verwenden.
  4. Weitere Verwendungsformen von Leinsamen sind Leinsamenmehl – wobei es dort das entölte und das nicht entölte Leinsamenmehl gibt – oder die Einnahme von Leinsamen in Kapseln. Beachte dabei bitte die Packungs- und Dosierungsanweisungen zur Einnahme.

Leckere Themanorcentralparks-Rezepte mit Leinsamen

Geschrotet oder ganz passen Leinsamen zum Beispiel zu den Frühstücktrends wie Overnight-Oats, Porridge, Müsli oder Power-Pancakes. Einfach unterrühren oder Gerichte damit bestreuen.

Rezept: Eiersalat-Sandwich mit Leinsamenbrot und Avocado

Nuss-Saaten-Brot mit Quark
Janne Peters/Fit For Fun
Hat dir dieser Artikel gefallen?
гейнер отзывы

www.pills24.com.ua

also read thailand-option.com