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Mitesser und Pickel Akne: Was tun gegen unreine Haut?

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Zu Akne leidende Haut belastet und schränkt ein. Wir zeigen was die Ursachen von Akne sind und mit welchen Mitteln man Mitesser und Pickel in den Griff bekommen kann.

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Akne tritt typischerweise als Reaktion auf hormonelle Veränderungen während der Pubertät auf und verschwindet dann wieder. Wenn unreine Haut sich aber auch im Erwachsenenalter nicht bessern will, kann das Betroffene besonders frustrieren und im Alltag einschränken. Ein kleiner Trost: Akne bei Erwachsenen ist keine Seltenheit. Fast die Hälfte aller Frauen zwischen 21 und 39 Jahren hat irgendwann mit Aknesymptomen zu kämpfen. Und die Tendenz steigt in jüngeren Generationen. Männer sind in der Regel seltener betroffen.

Die Mehrheit der Pickelgeplagten leidet unter einer milden Form – der sogennaten physiologischen Akne. Sie ist meist ohne Medikamente in den Griff zu kriegen. Ausgeprägte, schmerzhafte und großflächig auftretende klinischen Akne bedarf dagegen einer ärztlichen Behandlung.

Meist geht mit den Pickeln und Pusteln ein großes Schamgefühl einher. Dabei hat Akne selten mit mangelnder Hygiene zu tun, sondern hat enorm vielfältige Ursachen. Welche das sein können und wie du Aknesymptome behandeln kannst, erfährst du in unserem Video.

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Wie Akne entsteht

Der Nährboden für Akne sind verstopfte Talgdrüsenfolikel – die "Öffnungen" in der Hautoberfläche, die wir als Poren bezeichnen. Produziert die Haut zu viel Talg, ist ihre obere Schickt verdickt oder wird ihr durch falsche Kosmetik zu viel Fett zugeführt, kann der Talg nicht frei abfließen und verstopft wie ein Pfropf die Pore. Was jetzt passiert, entscheidet darüber, ob "nur" ein Mitesser oder ein ausgewachsener Pickel entsteht.
 

Mitesser

Ein klassischer Mitesser ist ab dem Zeitpunkt der verstopften Pore entstanden. Die Braune Färbung kommt übrigens durch Oxidation – also der Reaktion des Talgs auf Sauerstoff – zustande. Dunkle Mitesser sind also zur Hautoberfläche offen. Wird der Mitesser noch von einer sehr dünnen Hautschicht überdeckt, bleibt er hell. Mitesser entstehen hauptsächlich in der T-Zone des Gesichts: an Stirn, Nase und Kinn.
 

pickel

Wenn zusäztlich zum Talgpfropf Schmutz oder Bakterien in die Pore gelangen – das passiert leicht durch falsches Ausdrücken oder zu viel ins Gesicht fassen – enstehen Entzündungen. Sichtbar wird das durch unschöne Rötungen, Schwellung und Eiter. Der klassische Pickel ist entstanden. Anders als Mitesser bilden sich Pickel auch häufig am Körper – besonders auf Rücken, Dekolleté, Schultern und Oberarmen.
 

mögliche Ursachen für akne

Akne kann durch eine Vielzahl innerer und äußerer Faktoren wie Hormonstörungen, Stress, genetische Veranlagung, Allergien, ungeeignete Kosmetik, Entzündungen oder ein ungesunder Lebensstil sowie die Ernährung ausgelöst oder begünstigt werden. Die Behandlung von Akne ist deshalb sehr individuell und nur ganzheitlich und langfristig möglich – aber dann bestehen hohe Erfolgschancen. Einige mögliche Ursachen:

  • Hormonelles Ungleichgewicht: Nicht nur die Pubertät stürtzt unseren Hormonhaushalt ins Chaos. Auch hormonelle Verhütungsmethoden und deren Absetzen, Schwangerschaft, extremer Stress und körperliche Belastung, Krankheiten oder Umweltfaktoren können unsere Hormone aus der Balance bringen. Im Zweifel kann ein Arzt den Hormonspiegel bestimmen und mit dir einen Behandlungsansatz entwickeln.
  • Genetik: Wenn viele deiner Familienmitglieder unter Akne bzw. Spätakne leiden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du damit zu kämpfen haben wirst.
  • Stress: Ein hohes Stresslevel kann Pickel sprießen lassen: Durch Stress schüttet der Körper Adrenalin, Cortisol und das männliche Geschlechtshormon Testosteron aus, das vor allem den Hormonhaushalt von Frauen durcheinander bringt und Unreinheiten fördert.
  • Falsche Kosmetik:  Zu fettige Gesichtscremes oder falsche und zu aggressive Kosmetik können ebenfalls zu schlechter Haut führen, da sie die Poren verstopfen, die Haut auslaugen oder Irritationen hervorrufen.
  • Ernährung: Ob bestimmte Lebensmittel Schuld an Akne sind, daran scheiden sich die Geister: Einige Studien ergaben, dass vor allem Milchprodukte die Pickelproduktion anregen; andere wollen das widerlegt haben. Auch Zucker und Transfette stehen unter Verdacht. Doch jeder Mensch reagiert anders. Entscheidend ist vor allem, dass du mit einer abwechslungsreichen Ernährung alle nötigen Vitamine, Mineralien und gesunde Fette aufnimmst, damit die Haut gut versorgt ist und dein Hormonstoffwechsel optimal ablaufen kann.
     

hausmittel für reine haut

Meist ist der Griff zu Chemiekeule und scharfen Reinigern nicht nur überflüssig, sondern viel zu radikal für unsere Haut und ihren sensiblen Säureschutzmantel. Hausmittel und Pflanzenauszüge sind oft schonender und erzielen trotzdem gute Erfolge. Menschen mit empfindlicher Haut sollten aber vorsichtig mit ätherischen Ölen umgehen, da sie allergische Reaktionen oder Reizungen verursachen können. Hier ein paar bewährte Tipps:

  1. Teebaumöl wirkt antibakteriell und beruhigend. Du kannst das Öl vor dem Schlafengehen direkt oder leicht verdünnt auf den Pickel auftupfen.
  2. Eine Maske aus Heilerde befreit die Haut von Fett und Talg, regt die Durchblutung an und absorbiert Bakterien. Sie hat keine Nebenwirkungen und kann bedenkenlos bei jedem Hauttyp eingesetzt werden.
  3. Auch Schüssler Salze haben sich im Kampf gegen Akne bewährt: Laut Aknewelt.de helfen vor allem die Salze Nr. 1 Calcium fluoratum D12, Nr. 9 Natrium Phosphoricum D6, Nr. 11 Silicea D12 und Nr. 21 Zincum chloratum D12.
  4. Entzündete Stellen mit Stiefmütterchenkraut, Isländisch Moos, Queckenwurzel, Kamillenblüten und Augentrost zu betupfen, soll der Haut beim Heilen helfen. Auch unparfümierter grüner Tee, der lange gezogen ist, eignet sich zum Abtupfen: Antioxidantien und Mineralstoffe schützen die Haut, während die Gerbsäure Entzündungen lindert.
     

hygiene und reinigung bei Akne

Spätakne entsteht nicht durch mangelnde Hygiene, kann aber mit etwas Achtsamkeit in Sachen Hygiene eingeschränkt werden. Experten raten beispielsweise dazu, die Dinge, mit denen dein Gesicht in Berührung kommt, regelmäßig zu reinigen und zu wechseln – dazu gehört dein Handtuch, Make-up-Pinsel, Schwämmchen und Kopfkissenbezug. Vermeide es, dir mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu fassen.

Und bitte: Drück Pickel nicht aus! Sie gehen irgendwann von alleine auf, in Verbindung mit der richtigen Pflege kann die Wunde dann optimal abheilen. Ausdrücken bringt nichts, außer Verunreinigngen, more Entzündungen und more Pickel.

In Sachen Reinigung solltest du auf milde Produkte setzen, um deine Haut nicht zu reizen oder auszutrocknen, sonst produziert sie noch more Talg und ist angreifbarer für Bakterien. Regelmäßige Besuche bei der Kosmetikerin lohnen sich ebenfalls – nur eine Expertin kann deine Haut fachgerecht und tiefenwirksam säubern.
 

Akne bei sportlern

Frau beim Sport
iStockphoto

Schweiß, der nach dem Workout auf der Haut verbleibt, kann die Poren verstopfen und so Hautunreinheiten verursachen. Besonders schlimm ist dieser Effekt, wenn beim Sport Make-Up getragen wird. Sportler mit Akne sollten deshalb ganz besonderen Wert darauf legen, ohne Concealer, Foundation und Puder im Gesicht zu trainieren und nach dem Sport schnellstmöglich das Gesicht gründlich zu waschen und zu pflegen.
 

Sportverzicht wegen Akne?

Wer sich für seine Akne schämt und Angst hat, dass sie anderen unangenehm auffällt, nimmt seltener an Sport– oder Freizeitveranstaltungen teil, berichten Marty Standage und seine Kollegen von der Universität von Bath im Fachmagazin Journal of Health Psychology.

Das Forscherteam befragte 20 männliche und 30 weibliche Akne-Patienten zu dem Grad ihrer Aknebelastung, ihrem Selbstwertgefühl und deren Ambitionen, sich sportlich zu betätigen. Die Auswertung der Daten ergab: Die Selbstwahrnehmung der eigenen Haut konnte die Probanden daran hindern, an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen.

„Die Haut ist das sichtbarste Organ des menschlichen Körpers und als solches ein wichtiger Teil des Selbstbildes“, erklärt Standage. Sport und andere Aktivitäten bieten so manche Gelegenheit, die eigene Haut den Blicken anderer auszusetzen. Daher kann unbehandelte Akne Betroffene so stark beeinträchtigen, dass sie sich in Sachen Sport lieber zurückhalten. Das ist kontraproduktiv, denn Sport tut der Haut gut, baut Stress ab und setzt Glückshormone frei. Lass dich von deiner Haut nicht davon abhalten!
 

Muss ich damit zum Arzt?

Eine Frage, die sich Menschen mit Spätakne immer stellen, ist: Muss ich damit zum Arzt? Dazu gibt es die Faustregel, dass jemand mit more als 20 Pickel auf einer Gesichtshälfte zum Fachmann gehen sollte. Dieser kann dann gegebenenfalls ein Produkt aus Vitamin-A-Säure-Produkte verschreiben: Die so genannten Retinoide wirken der Verhornung entgegen.

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