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Burnout: Auslöser, Symptome, Behandlung

Schon mal gedacht: Stopp – more geht nicht? Dann solltest du die Reißleine ziehen. Denn wer im ständigen Dauerstress lebt, läuft Gefahr, an einem Burnout zu erkranken. So erkennst du die Warnsignale und entkommst dem Teufelskreis.

von Aktualisiert: 11.06.2019
Mann sitzt am Arbeitsplatz und reibt sich die Augen
iStockphoto

Ständig müde, angespannt und ausgelaugt? Dann könntest du zu den – einer der größten Auslöser für das Burnout-Syndrom.
 

Was ist ein Burnout?

Der Name diesers Syndroms, das erst kürzlich von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Krankheit anerkannt wurde, ist bei den Betroffenen Programm.

Denn der Name setzt sich zusammen aus dem englischen Verb "to burn out", was übersetzt so viel wie "ausbrennen" heißt.

Patienten befinden sich in einem Zustand der (emotionalen) Erschöpfung, gekennzeichnet durch Antriebs- oder Leistungsschwäche. Bis es zum großen Knall kommt, entwickelt sich die Krankheit über Monate oder Jahre schleichend und betrifft Menschen jeder Alters- oder Sozialschicht.

An einem Burnout-Syndrom erkranken nicht nur die dauergestressten Topmanager, sondern all jene, bei denen die Stressbelasstung dauerhaft zu hoch ist.

Das können auch überforderte Mütter, Sportler oder Lehrer sein, aber auch Menschen, die ihre Angehörigen pflegen.
 

Ursachen eines Burnouts

Arbeitsverdichtung, Leistungsdruck von außen, überhöhte Erwartungen an uns selbst. Exakte Zahlen liegen nicht vor, aber Fachleute bestätigen: Das Burnout-Syndrom ist ein Massenphänomen.

Jeder Neunte in Deutschland leidet darunter, schätzen die Betriebskrankenkassen. Psychische Störungen sind immer öfter der Grund für Arbeitsunfähigkeit.

„Menschen sind vor allem Negativdenker. Das ist biologisch sinnvoll, jedenfalls war es das früher“, erklärt Dr. Rita Trettin, Fachärztin für Neurologie und Psychotherapeutin mit Praxis in Hamburg.

Seit jeher sind unsere Sinne und das Gehirn darauf gepolt, Gefahren zu signalisieren. So löst ein Knacken im Unterholz eine wahre Hormonkaskade aus. Adrenalin und Cortisol fluten den Körper. Sorgen für schnellere Atmung und Herzschlag, einen höheren Blutdruck und Anspannung – Flucht- oder Kampfbereitschaft sind hergestellt, eine Lebensversicherung zu Säbelzahntigerzeiten.

Und heute? Verspätete Züge und die Schelte vom Chef sind nicht lebensbedrohlich, aber sie lösen bei vielen von uns im Körper die gleiche Stressreaktion aus. Und das mitunter hunderte Male an einem einzigen Tag. Das kann auf Dauer ein Burnout begünstigen.

 

Burnout: Mögliche Symptome

Vielen Burnout-Betroffenen fällt zu Beginn der Erkrankung vor allem eins auf: Der Akku ist leer.

Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung sind nur einige der Anzeichen, die beim Syndrom auftreten. Dazu kommen Gedächtnis- und Konzentrationstörungen, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, mangelndes Interesse an Job und Familie, Gereiztheit und das Gefühl, niemandem more gerecht werden zu können.

Da die Symptome denen einer Depression sehr ähnlich sind, bezeichnen manche Experten auch ein Burnout als Depression.

Die Entstehung der Krankheit lässt sich in moreere Phasen einteilen.

Zu Beginn sind die Betroffenen noch in einem Flow, sind sehr leistungsfähig und aktiv, aber auch aggressiv.

Im Laufe der Zeit werden die Betroffenen immer unzufriedener, sind mit ihrer Arbeit und ihren sozialen Verpflichtungen überfordert, werden aggressiv und die Qualität ihrer Arbeit nimmt ab.

Sie bauen eine Distanz zu ihren Mitmenschen auf, das Interesse an Freunden und der Arbeit nimmt ebenfalls ab.

In der letzten Phase treten starker Leistungsdruck, Hoffnungslosigkeit, Panikattacken und totale Erschöpfung auf, die Betroffenen realisieren, dass sie professionelle Hilfe benötigen, um dem Teufelskreis zu entkommen.
 

Behandlung und Therapie bei Burnout

Du steckst im Stau – laut einer aktuellen Umfrage dritthäufigster Alltagsstressor der Deutschen – und die Gedanken rattern: Ich komme zu spät, dabei habe ich doch einen Termin, Mist, immer ich ...

Frage dich mal kurz, ob du Einfluss auf die Situation hast. Hast du nicht. Vergiss dein übliches Reaktionsmuster und denke in Lösungen: Kündige in der Firma deine Verspätung an.

Lege eine alte CD ein, die du lange nicht gehört hast. Lächle den Fahrern in den Autos neben dir zu. Fühlt sich besser an, oder? Merke dir die Wirkung.

So erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, deine positive Lösung des Problems auch beim nächsten Mal wieder abzurufen. Es gibt (fast) immer eine bessere Lösung als Wut, Sorge, Ärger. Ja, auch bei Trennung, Finanzen und Kindern. Burnout entsteht im Kopf, nicht im Außen.
 

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Psychotherapie

Wer erkannt hat, dass er in die Burnout-Falle getappt ist, braucht meistens professionelle Hilfe.

Eine Psychotherapie kann dem Patienten helfen, sowohl die Ursachen der Erkrankung als auch einen Zusammenhang zwischen Lebensführung und psychischer Gesundheit zu erkennen.

Gemeinsam mit dem Therapeuten können Wege aus dem Teufelskreis erarbeitet werden, die vor allem die Lebensführung betreffen.

Je nach Schweregrad der Erkrankung kommen ambulante Therapien, der Aufenthalt in einer Tagesklinik oder der stationäre Aufenthalt in einer Psychatrie infrage.

Ein Psychologe entscheidet auch, ob die Therapie mithilfe von Medikamenten (meist Antidepressiva) unterstützt werden sollte.

Neben der Therapie ist es das Wichtigste für den Patienten, seinen Lebensstil zu ändern – also Stress zu reduzieren und Druck gar nicht erst entstehen zu lassen.

Betroffene sollten lernen, auf sich und die Signale des Körpers zu hören.

Regelmäßige Meditations- und Entspannungsübungen wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training, aber auch Yoga helfen dabei, runter zu kommen.

Stressoren im Arbeits- und Privatleben sollten so gut es geht vermieden, aber auch der Umgang mit ihnen erlernt werden.

Schließlich löst oft auch die subjektive Bewertung einer Situation Stress aus. Wer sein Denkmuster ändert, kann auch in stressigen Situationen gelassener bleiben.

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