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Daran erkennst du, ob du Fett oder Muskelmasse zunimmst

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Regelmäßiges Training und die richtige Ernährung sind der Schlüssel, um erfolgreich abzunehmen. Wenn sich auf der Waage jedoch nichts tut, kann das frustrieren. Zwei Experten erklären, was dahinter steckt.

von , News-Redakteurin
Frau am Strand
iStockphoto

Du bemühst dich regelmäßig, dein Training durchzuziehen und dich ausgewogen zu ernähren – die Zahl auf deiner Waage bleibt jedoch gleich. 

Vielleicht hast du auch schon mal dein Gewissen mit der Aussage beruhigt, dass eine Gewichtszunahme trotz Sport nur an der neu gewonnenen Muskelmasse liegen kann. 

Personal Trainerin Gabbi Berkow und Sportphysiologe Rondel King erklären gegenüber dem Online-Magazin ' jetzt, was sich wirklich hinter diesem Mythos versteckt und woran du erkennen kannst, ob du gerade Muskel- oder Fettmasse zunimmst. 
 

Fett baut sich leichter auf als Muskeln

Um genügend Fett abzubauen, wird Abnehmwilligen ein Kaloriendefizit empfohlen. Wer more Kalorien verbrennt, als er zu sich nimmt, wird automatisch abnehmen und ungeliebtes Fett verlieren. 

Ganz egal, ob Proteine, Kohlenhydrate oder Fette: Der Körper speichert automatisch alles als Fett ein, was im Überschuss gegessen wird. 

Muskeln brauchen dagegen nur zwei Dinge, um zu wachsen: viel Zeit und harte Arbeit.

Gabbi erklärt: „Du musst deine Muskeln nach und nach überlasten, indem du Gewichte hebst und dich im Laufe der Zeit ständig herausforderst. Nach jedem Training bauen deine Muskeln more Fasern auf, damit sie dem Stress des nächsten Trainings besser gewachsen sind." 

Ernährung als Schlüssel für den Muskelaufbau 

Muskeln brauchen als wesentlichen Baustein jede Menge Protein, um den Belastungen standhalten können, die auf den Körper in der Zeit des Muskelaufbaus ausgeübt werden. 

Muskeln bestehen aus Eiweiß, deswegen sollte man eine tägliche Menge von etwa zwei Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht anstreben.

Der Muskelaufbau verbraucht eine Menge Kalorien, weswegen es nicht vorteilhaft ist, in dieser Zeit ein Kaloriendefizit durchzuziehen – tatsächlich bauen sich Muskeln im Kalorienüberschuss besser auf. 

Doch Vorsicht: Es ist zwar möglich, so Muskeln aufzubauen, ohne an Fettmasse zuzunehmen, jedoch erfordert dieser Prozess eine strikte Beachtung von Kalorien und Eiweiß. 
 

So misst du deinen Körperfettanteil am Besten

Jeder Mensch strebt für seine Selbstoptimierung ein anderes Ziel an – bestimmt auch du. 

Egal, ob du Muskeln aufbauen, Fett verlieren, zunehmen oder definierter werden möchtest, den besten Überblick über deine Fortschritte erhältst du mit genauen Messungen. 

Sie zeigen, welche Anteile in deinem Körper Wasser, Fett oder Muskeln sind – solch eine Messung wird oft beim Start im Fitnessstudio durchgeführt, um realistische Ziele zu setzen. 

Ein einfacher Weg, um deinen Fettanteil zu bestimmen, ist unser Körperfettrechner.

Die Körperzusammensetzung zählt – nicht das Gewicht

Lass dich von der Zahl auf der Waage nicht verunsichern und konzentriere dich lieber darauf, aus welchen Anteilen sich dein Körper zusammensetzt. Es kann durchaus sein, dass du Fett verloren und Muskeln aufgebaut hast. 

Ein Kilogramm Muskel wiegt schließlich das gleiche wie ein Kilogramm Fett.

Muskeln sind dichter als Fett und enthalten more Wasser, Eiweiß und Kohlenhydrate, nehmen aber weniger Platz ein als die identische Menge Fett.

Der Grund, warum du optisch schlanker aussiehst, sich dein Gesamtgewicht auf der Waage aber nicht unbedingt ändert.
 

Der Unterschied ist von außen erkennbar

Äußerlich sollte es dir eigentlich leicht fallen, zu erkennen, ob du an Muskel- oder Fettmasse zugenommen hast. 

Wenn du Muskeln aufgebaut hast, dann wirst du sie auch deutlicher sehen und spüren können.

Wenn du einfach nur an Fett zugelegt hast, dann wirst du auch dies erkennen können, denn dein Körper wird möglicherweise weniger definiert aussehen und sich auch eher weich oder sogar schlaff anfühlen. 

Halte deine Ergebnisse vielleicht mit Fotos fest, darauf erkennst du deine Fortschritte am Besten und bleibst motiviert. 

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