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Das sind die größten Fehler bei der Intimhygiene

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Über Intimhygiene spricht kaum jemand gerne, es ranken sich zahlreiche Mythen um das Thema. Welche das sind und worauf es wirklich ankommt, erfährst du hier.

von Cover Media
Frau liegt in der Badewanne
iStockphoto

Intimlotionen, Duschköpfe, Schwämme & Co. … Es gibt so einiges, auf was man bei der Reinigung des Intimbereichs besser verzichtet!

Die Intimhygiene ist ein Tabuthema. Und genau aus diesem Grunde existieren so viele Mythen darüber.

Dies sind die größten Fehler, die du "untenrum" begehen kannst:
 

1. Die Vagina muss gründlich gewaschen werden

Dieser Mythos ist teilweise richtig. Das Innenleben der Vagina hat ihr eigenes kleines Ökosystem, welches sich von selbst reinigt. Man muss also das Innere nicht reinigen, den äußeren Teil der Scheide hingegen schon.

Das kann man ganz einfach unter der Dusche erledigen, indem man den Venushügel und den Übergang zu den Innenseiten unserer Schenkel reinigt.
 

2. Besser mit Intimlotionen arbeiten

Es gibt zahlreiche Cremes, Seifen, Shampoos und Lotionen zur Reinigung des Intimbereichs. Allerdings können diese unseren natürlichen pH-Wert aus dem Gleichgewicht bringen.

Denn viele Intimreinigungsmittel weisen einen pH-Wert von 8 auf und entsprechen damit nicht dem tatsächlichen pH-Wert, der von Frau zu Frau unterschiedlich ist. Deshalb empfehlen Gynäkologen die Verwendung einer neutralen Seife ohne Duftstoffe – oder einfach nur Wasser.
 

3. Beim Duschen den Duschkopf benutzen

Verwendet auf keinen Fall den Duschkopf zur Reinigung des Intimbereichs! Wer seine Vagina "ausspült", beseitigt damit nicht nur die schlechten, sondern auch die guten Bakterien der Scheide.

Das führt wiederum dazu, den pH-Wert aus dem Gleichgewicht zu bringen, was Infektionen verursachen kann. Gleiches gilt übrigens dafür, wenn man mit noch feuchter Scheide in die Anziehsachen schlüpft. Auch das kann für Pilzinfektionen sorgen.
 

4. Viel hilft viel bei der Intimhygiene

Je öfter, desto besser? Falsch! Wer seine Scheide moremals pro Tag reinigt, kann ebenfalls das Gleichgewicht des pH-Wertes durcheinander bringen. Einmal pro Tag ist zur Reinigung des Intimbereichs völlig ausreichend.

Am besten wascht ihr diesen übrigens mit euren (sauberen) Händen. In Lappen und Schwämmen können sich Bakterien ansammeln, die man besser im Intimbereich vermeidet.
 

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Der pH-Wert der Vagina

Der pH-Wert misst den Säuregrad des Intimbereichs der Frau, der etwa bei 4,5 bis 5,5 liegt. Er hat die Aufgabe, unsere Haut vor schädlichen Mikroorganismen und Umwelteinflüssen zu schützen. Dieser natürliche Säureschutzmantel schützt die Haut vor Reizungen, Austrocknungen, Infektionen und Ausschlägen.

Allerdings verändert sich der pH-Wert bei einer Frau je nach Lebensphase bzw. dem weiblichen Hormonspiegel: Während er in der Pubertät bei ungefähr 5 liegt, sinkt er bei schwangeren Frauen auf ca. 3,5 bis 4,5. Mit Erreichen der Menopause steigt er wieder auf 7 an.

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