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Gut fürs Gehirn: Warum du Granatapfelsaft trinken solltest

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Der Granatapfel ist dank seiner vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften ein wahres Superfood. Wie Studien zeigen, kann der Saft sogar das Gehirn schützen.

von , News-Redakteurin
Granatapfelsaft
iStockphoto

Granatapfel zählt dank der enthaltenen Antioxidantien zu den gesündesten Früchten überhaupt – ein vitaminreiches Superfood, das als Topping im Salat, zu Quark und Pancakes oder als Saft viel hermacht.

Wie Studien zeigen, kann der Saft nicht nur dein Immunsystem stärken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen sowie den Cholesterinspiegel senken – er schützt auch dein Gehirn. 

Zu verdanken ist dieser positive Effekt dem besonders hohen Gehalt an sogenannten Polyphenole, eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe.
 

Polyphenole schützen das Gehirn

Polyphenole weisen starke antientzündliche sowie antioxidative Eigenschaften auf und können, wie eine aus dem Jahr 2017 zeigt, bei Krankheiten, die das Gehirn betreffen, helfen.

Die Pflanzenstoffe sind zwar in vielen Lebensmitteln und Getränken wie NüssenBeeren und Tees enthalten, Granatapfelsaft tut sich jedoch als besonders reichhaltige Quelle hervor. 

Schon länger ist bekannt, dass die Moleküle die Blut-Hirn-Schranke überschreiten. Bei Studien mit Tieren zeigten sie eine Schutzwirkung gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer oder Huntington.

Demnach kann der regelmäßige Verzehr von Granatapfelkernen die grauen Zellen vor chronischen Schädigungsfaktoren schützen und somit wirksam gegen diese Krankheiten sein. 
 

Schutz selbst bei Ungeborenen

hat nun die Wirkung von Granatapfelsaft weiter untersucht und dabei festgestellt, dass der regelmäßige Konsum sogar das Gehirn ungeborener Babys schützen kann. 

An der Studie nahmen 71 Schwangere teil, bei deren Ungeborenen eine krankhafte Verzögerung des Fetus (IUGR) festgestellt wurde.

Das Ergebnis: Granatapfelsaft verbesserte die Vernetzung der Gehirnzellen sowie die allgemeine Gehirnentwicklung der Ungeborenen merklich.

Dies ist vor allem für durch IUGR gefährdete Ungeborene wichtig, da sie nur ungenügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

 

In der Bildergalerie: Obst im Check: Wie gesund ist welche Frucht?

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Bessere Vernetzung im Gehirn

Bei der Geburt könen der Blutfluss sowie die Sauerstoffversorgung der Babys weiter verringert werden – davon ist auch das Gehirn betroffen. 

Ist dies zu schwerwiegend, kann es zu einer sogenannten hypoxisch-ischämischen Verletzung kommen, die knapp ein Viertel aller Todesfälle bei Neugeborenen ausmacht. Es zeigte sich, dass der Konsum von Granatapfelsaft durch die werdenden Mütter hier eine lebensrettende Schutzfunktion haben kann.

"Wir sahen eine Verbesserung des 'Kabelnetzwerks' und der Gehirnentwicklung, gemessen an der synchronen Durchblutung und der visuellen Entwicklung des Gehirns", resümieren die Forscher ihre Ergebnisse. 
 

Granatapfel: Täglich frisch verzehren

Egal, ob für dich selbst oder dein ungeborenes Kind: Regelmäßig ein Glas Granatapfelsaft zu trinken, bringt so einige gesundheitliche Vorteile mit sich. 

Neben der Förderung eines gesunden Gehirns, schützt der Saft zudem vor einer Verstopfung der Blutgefäße, hilft beim Abnehmen, steigert die Libido und ist ein effektives Anti-Aging-Mittel. Wenn das Mal nicht genügend Gründe für ein tägliches Glas Saft sind!

Natürlich kannst du die Kerne auch als leckeres Topping für verschiedene Gerichte wie Salate, Pancakes oder Joghurts verwenden. Zum Auspressen eignet sich eine handelsübliche Zitronenpresse. 

Wichtig ist nur, dass du auf frische Früchte oder qualitativ hochwertigen Saft ohne Zuckerzusatz und in Bio-Qualität achtest.
 

Themanorcentralparks Rezepte mit Granatapfel

Wir mögen Granatapfel ganz besonders als Topping für Süßkartoffelpuffer oder als Salatzutat. Die kleinen sauren Kerne geben einen Extra-Crunch. Solltest du unbedingt mal probieren. Guten!

 

Rezept: Crunchy Quinoa-Salat mit Pistazien und Granatapfel

Rezept "Alles im Glas" Minz-Couscous mit gerösteten Kichererbsen
Julia Hoersch/Fit For Fun
Autor
, News-Redakteurin
Quellen
Tejada, S. (2017): Neuroprotective Effects of Ellagitannins: A Brief Review, abgerufen am 02.09.2019 https://www.ingentaconnect.com/contentone/ben/cdt/2017/00000018/00000013/art00007
Brigham and Women's Hospital (2019): Can pomegranate juice protect the infant brain?, abgerufen am 02.09.2019 https://www.sciencedaily.com/releases/2019/08/190821142719.htm
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