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Studie: Wer körperlich fit ist, kann im Alltag besser Probleme lösen

Bewegung sorgt nicht nur für einen gesunden Körper – sondern auch für einen gesunden Menschenverstand. Laut einer neuen Studie sind fitte Menschen daher auch eher in der Lage, an Probleme heranzugehen und diese schneller und effizienter zu lösen.

von , Online-Redakteurin
Frau dehnt sich beim Laufen
iStockphoto

Kopf und Körper sind sich einig: Wenn die körperliche Fitness stimmt, dann profitiert auch die geistige Leistung davon.

Das belegt nun auch eine . Diese fanden heraus, dass eine ausgesprochen gute Fitness einen positiven Einfluss auf unsere Gehirnstruktur und unsere kognitiven Fähigkeiten hat.
 

Alte Studien – neue Methode

Bereits einige andere Forschungen kamen zu einem ähnlichen Ergebnis, allerdings wurden hier Faktoren wie Körpergewicht, Alter und Blutzuckerspiegel, die die Auswertungen beeinflussen können, keinerlei Beachtung geschenkt.

Für die aktuelle Studie bezogen sich die Wissenschaftler auf eine öffentliche Datenbank, in der 1206 MRT-Gehirnscans aus dem „Human Connectome-Projekt“ hinterlegt sind. Dieses Projekt unterstützt die Erforschung der Nervenverbindungen im gesunden menschlichen Gehirn.

Diese zur Verfügung gestellten Scans stammen von freiwilligen Personen, die einen Beitrag zur Forschung leisten wollen.

Aufgrund der hohen Anzahl an vorliegenden Daten war es den Wissenschaftlern möglich, irreführende Faktoren auszuschließen und eine wesentlich detailliertere Auswertung vorzunehmen.
 

Körper und Kopf im Test

Die Teilnehmer aus der Datenbank, deren Durchschnittsalter bei 30 Jahren liegt, mussten sich weiteren Tests unterziehen:

Zunächst mussten die Probanden zwei Minuten lang so schnell wie möglich gehen. Danach wurde die zurückgelegte Entfernung gemessen.

Im Anschluss daran wurden kognitive Tests durchgeführt, bei denen das Gedächtnis, aber auch das Urteils- und das Argumentationsvermögen geprüft wurde.

 

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Die fitte Auswertung

Tester, die bei dem Geh-Test schnell waren und eine längere Strecke zurückgelegt haben, schnitten auch bei dem kognitiven Test besser ab.

Das bedeutet auch, dass die Probanden reflektierter mit Situationen und alltäglichen Problemen umgehen und sich besser damit auseinandersetzen können.

Somit konnte auch nachgewiesen werden, dass mit sinkender Fitness auch die mentale Leistung abnimmt – und das selbst bei jungen Menschen.

Die Forscher weisen darauf hin, dass die körperliche Fitness und demnach auch die kognitiven Fähigkeiten selbst in einem höheren Alter gezielt trainiert und verbessert werden können.

Autor
, Online-Redakteurin
Quelle
Nils Opel, Stella Martin, Susanne Meinert, Ronny Redlich, Verena Enneking, Maike Richter, Janik Goltermann, Andreas Johnen, Udo Dannlowski, Jonathan Repple: https://www.nature.com/articles/s41598-019-49301-y
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