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Warum "Sober Curious" angesagter ist als fröhlich beschwippst sein

Wie so viele Trends scheint auch dieser aus den USA zu uns herüberzuschwappen. Keine neuen Cocktails, sondern die neue Lust auf Nüchternheit. Was steckt wirklich dahinter?

von Cover Media
Freundinnen stoßen an
iStockphoto

Die Zeiten, in denen Spaß haben quasi automatisch mit Alkoholkonsum und einem gewissen Level von Rausch gleichgesetzt wird, könnten vorbei sein, wenn es nach einer wachsenden Zahl von Trendsettern geht.

Immer more Menschen bezeichnen sich als "Sober Curious" – und das steckt hinter dem wachsenden Trend. 
 

Mit klarem Kopf durchs Leben

"Sober Curious" kommt wie sich vermuten lässt aus dem Englisch und bedeutet so viel wie "nüchtern, aber neugierig", denn nur weil man nicht angeschickert ist, muss man ja noch lange kein Langweiler sein.

Während man früher als Nichttrinker bei Partys die Wahl hatte, dank Mineralwasserkonsum ewig am Klo anzustehen oder aber mit einem Cola-Flash sobald nicht wieder in den Schlaf zu finden, gibt es mittlerweile viele Getränke und Cocktails, die fast vergessen lassen, dass man keinen Alkohol vor sich hat.

Sie schmecken raffiniert und erwachsen, sodass man sich nicht wie auf einem Kindergeburtstag vorkommt, wenn man entweder in eine alkoholfreie Bar geht oder aber mit Alkohol trinkenden Freunden einen Abend verbringt, bei dem man selbst alkoholfrei feiert.
 

Nüchterntrinker sind eine wachsende Zielgruppe

Keine gute Bar kommt heutzutage ohne ein gutes alkoholfreies Angebot aus. Dazu gehören oft Drinks wie alkoholfreier "Gin" Tonic oder die bitteren Aromen von Campari, jedoch ohne den Promille-Effekt.

Alkoholfreie Partys oder Happy Hours sowie Bars, die sich ganz auf ein alkoholfreies Publikum konzentrieren, besitzen regen Zulauf.

, eine Britin in New York, prägte den Begriff "Sober Curious", nachdem sie vor drei Jahren erstmals Gleichgesinnte um sich scharte, um über unser Verhältnis zu Alkohol nachzudenken und ohne selbigen zu feiern.
 

am

Blogs wie (Das nüchterne Strahlen) und (Hippe Nüchternheit) zelebrieren den Trend und gewinnen neue Anhänger.

Ruby macht sich dabei weniger Gedanken um eindeutig Alkoholkranke, ihr geht es vielmore um die Rolle, die Alkohol in unserer Gesellschaft spielt – als sozialer Schmierstoff und als Lockermacher.

Statt auf einer Party aus Unsicherheit erst einmal ein paar Gläser Wein zu trinken und dann nicht more ganz bei der Sache zu sein, plädiert Ruby für einen klaren Kopf – ohne Kater am nächsten Morgen.
 

Auch in Deutschland kommt der Trend an

Dass auch hierzulande immer more Menschen vom Alkohol Abstand nehmen, kann man beispielsweise an den steigenden Absatzzahlen von alkoholfreiem Bier ablesen. Viele Personen, die im öffentlichen Leben stehen wie "Mit Vergnügen"-Gründer Matze Hielscher (Podcast "Hotel Matze") oder Fitness-Influencerin Pamela Reif verzichten auf den Genuss von Alkohol

Viele wünschen sich zwar den Geschmack, aber nicht die Wirkung, die alkoholische Getränke mit sich bringen.

Auch Fans von Wellness und Achtsamkeit sowie von Clean Eating können sich für den Nüchtern-Trend begeistern. Wäre das auch etwas für dich?

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