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Wassersprudler im Test: Wie gut sind SodaStream und Co.?

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Weniger schleppen und trotzdem immer frisches Sprudelwasser – das versprechen diverse Wassersprudler für zu Hause. Aber wie gut sind die Geräte wirklich? Wir haben führende Wassersprudler getestet.

von , Online-Redakteurin
Frisch gesprudeltes Mineralwasser
iStockphoto

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Nachdem die Stiftung Warentest Verbrauchern dazu geraten hat, statt Mineralwasser das günstigere und qualitativ bessere Wasser aus der Leitung zu trinken, erleben Wassersprudler einen neuen Hype.

Zudem trifft der Gedanke hinter den Geräten den Nerv der Zeit: Wassersprudler sollen für weniger Plastikflaschen und damit auch weniger Müll, more Nachhaltigkeit und geringere Kosten sorgen.

Ganz nebenbei sollen sie eine echte Erleichterung im Alltag sein, schließlich muss man für eine natürliche Erfrischung keine schweren Flaschen oder gar Getränkekisten more schleppen.

Doch wie sieht es in der Praxis aus, können die Geräte all das tatsächlich erfüllen? Wir haben vier führende Trinkwasserbereiter getestet – und dabei deutliche Unterschiede festgestellt.
 

KitchenAid Artisan 5

KitchenAid Artisan Trinkwassersprudler
KitchenAIid
  • Preis: , eine Gaskartusche für 60 Liter kostet 8,45 Euro
  • Ausstattung: Wasserspruder, PET-Flasche, Gaskartusche
  • Besondere Features: individuell regulierbarer Kohlensäuregehalt

Optischer Gesamteindruck und Verarbeitung: Der Wassersprudler von KitchenAid ist mit seinem Retrolook optisch ein echter Hingucker. Wie der Preis es vermuten lässt, ist die Verarbeitung hochwertig, allerdings ist der Sprudler mit ca. 7,5 Kilogramm ein echtes Schwergewicht. Ganz im Gegenteil zum stilvollen Äußeren wirkt die mitgelieferte PET-Flasche (1 Liter) weniger hochwertig.

Reinigung: Die Plastikflasche ist nicht spülmaschinengeeignet und muss daher per Hand gereinigt werden.

Bedienbarkeit: Die Installation der Wasserkartusche ist schnell erledigt, das Sprudeln des Wassers ist an Einfachheit kaum zu überbieten: Die Flasche wird in einem Schnappverschluss eingehängt. Gesprudelt wird, indem der Hebel nach unten gezogen wird.

Anhand der Anzeige am Gerät kann der Kohlesäuregehalt einfach variiert werden. Anschließend wird der Hebel wieder nach oben geklappt – und fertig ist das Sprudelwasser.

Geschmack: Da der KitchenAid Wassersprudler die Möglichkeit bietet, den Sprudelgrad individuell zu regulieren, gibt es hier einen Pluskpunkt für das Luxusmodell.

Fazit: Wer viel Wert auf das Äußere legt und sich eine kinderleichte Bedienbarkeit wünscht, für den ist der Wassersprudler von KitchenAid die richtige Wahl.

Einziger Haken: Das Preis-Leistungsverhältnis. 299 Euro sind für gesprudeltes Wasser keine günstige Angelegenheit.
 

SodaTrend Style

Soda Trend Style
Soda Trend
  • Preis: , eine Gaskartusche für 60 Liter kostet 6,95 Euro
  • Ausstattung: Wassersprudler, PET-Flasche, Gaskartusche
  • Besondere Features: abschraubbarer Boden der PET-Flasche

Optischer Gesamteindruck und Verarbeitung: Der SodaTrend Style macht seinem Namen alle Ehre, er kommt mit einem ansprechenden Design daher, das praktischerweise auch noch sehr platzsparend ist. Allerdings wirkt das Gehäuse klapprig, im Test ist die Abdeckung der Gaskartusche häufig abgefallen.

Im Lieferumfang enthalten ist eine PET-Flasche, die optisch nicht mit dem Gerät selbst mithalten kann und eher günstig wirkt.

Reinigung: Die PET-Flasche ist nicht spülmaschinengeeignet und muss daher per Hand gereinigt werden. Pluspunkt: Der Boden kann abgeschraubt und die Flasche so gründlicher gespült werden.

Bedienbarkeit: Das Einsetzen der Gaskartusche ist beim SodaTrend zunächst etwas ungewohnt, geht mit ein bisschen Übung aber schneller als zum Beispiel beim SodaStream.

Das Wasser wird mit einem Knopf gesprudelt, eine individuelle Regelung der Kohlensäure ist nicht möglich.

Geschmack: Das Wasser ist vom Kohlensäuregehalt etwa medium – je nach persönlichem Geschmack könnte es also gerne etwas sprudeliger sein.

Fazit: Der SodaTrend punktet mit einem fairen Preis-Leistungsverhältnis und einfachem Handling. Allerdings schlägt sich der günstige Preis auch in der Verarbeitung nieder – daher kann dieser Wassersprudler insgesamt nur bedingt überzeugen.

SodaStream Crystal 2.0

SodaStream Crystal 2.0
SodaStream
  • Preis:, eine Gaskartusche für 60 Liter kostet 8,45 Euro
  • Ausstattung: Wassersprudler, Glaskaraffe, Gaskartusche
  • Besondere Features: Die Glasflasche ist ein großer Pluspunkt – in Sachen Geschmack und Nachhaltigkeit

Optischer Gesamteindruck und Verarbeitung: Der SodaStream besteht zwar aus Plastik, macht aber dennoch einen hochwertigen Eindruck. Besonders die Glasflasche mit ihren geschwungenen Linien fällt optisch positiv auf. Allerdings ist das Gerät insgesamt sehr groß und wuchtig, dadurch nimmt der SodaStream vor allem in kleineren Küchen recht viel Platz in Anspruch.

Reinigung: Die Glasflasche ist spülmaschinengeeignet – ein echter Pluspunkt!

Bedienung: Die Erstinstallation ist einfach, die Gaskartusche schnell eingesetzt und der SodaStream einsatzbereit. Auch der Sprudelvorgang ist simpel: Deckel absenken, verriegeln, den einzigen Knopf am Gerät morefach drücken, bis ein deutlich wahrnehmbares Knattern hörbar ist – fertig ist das Mineralwasser, das vom Kohlesäuregehalt mit einem eher spritzigen Mediumwasser aus der Flasche vergleichbar ist.

In der Flasche bleibt das Wasser einige Tage sprudelig, der Geschmack wird dabei nicht beeinflusst.

Einziges Manko: Die Sprudelstärke lässt sich beim SodaStream Crystal 2.0 nicht regulieren.

Geschmack: Das Wasser aus dem SodaStream ist zwischen medium und spritzig einzuordnen – und damit für unseren Geschmack genau richtig.

Fazit: Der Klassiker unter den Wassersprudlern kann im Praxistest überzeugen, die Handhabung ist einfach, das gesprudelte Wasser schmeckt gut.

Dass im Lieferumfang eine Glasflasche enthalten ist, ist ein großer Pluspunkt, denn sie ist hochwertig, nachhaltig und kann auch auf einem gedeckten Tisch stehen, ohne negativ aufzufallen.

MySodapop Sharon up

SharonUp Wassersprudler
amazon.de
  • Preis:, die Gaskartuschen kosten im Doppelpack 21,90 Euro direkt beim Hersteller
  • Lieferumfang: Wassersprudler, zwei Glasflaschen (ca. 850 ml), zwei Bottle-Shirts, eine Gaskartusche (für 60 Liter Wasser)
  • Besondere Features: individuell regulierbarer Kohlensäuregehalt

Optischer Gesamteindruck und Verarbeitung: Die Seitenwände des Wassersprudlers sind aus gebürstetem Edelstahl und haben laut Hersteller eine Anti-Fingerprint-Beschichtung. Nach dem Sprudeln waren allerdings Fingerabdrücke an den Seiten erkennbar.

Die Verarbeitung ist ordentlich, allerdings könnte der Sprudler selbst einen moderneren Look vertragen.

Die Glasflaschen wirken massiv und sehen hochwertig aus. Die mitgelieferten Bottle-Shirts erinnern an Funktionskleidung und riechen leicht chemisch.

Reinigung: Die Glasflaschen sind für die Spülmaschine geeignet. Die Bottle-Shirts können per Handwäsche gereinigt werden.

Bedienung: Die Installation der Wasserkartusche ist einfach: Klappe öffnen, Zylinder einsetzen und festschrauben. Zum Sprudeln weist der Hersteller ausdrücklich darauf hin, die Flasche aus Sicherheitsgründen nur mit übergezogenem Bottle-Shirt zu verwenden. Gleichzeitig soll das Shirt die Flaschen vor möglichen Bruchschäden und starker Sonneneinstrahlung schützen.

Aufgrund dieser Hülle lässt sich die Flasche allerdings nicht more richtig greifen, sie rutscht leicht aus der Hand. Das macht die Handhabung schwierig.

Das Anbringen der Flasche klappte die ersten Male nicht auf Anhieb, mit der Zeit hat man allerdings den Dreh raus. Durch das Drücken des Knopfes kann der Kohlensäuregehalt des Wassers variiert werden.

Geschmack: Das Wasser lässt sich individuell aufsprudeln und ist im Vergleich zu Mineralwasser aus der Flasche weicher.

Fazit: Der Lieferumfang ist für den Preis more als fair. Je nach Belieben kann der Kohlensäuregehalt des Wassers variiert werden, das ist super. Ganz oben steht allerdings die Bedienbarkeit des Geräts: smart und praktisch soll sie sein – das ist leider nicht der Fall.

Die Bottle-Shirts müssen vor Gebrauch über die Flaschen gezogen werden, erst dann darf man Sprudeln. Für leckeres Sprudelwasser zu viele Schritte. Zudem ist durch die Hülle das Anbringen der Flasche alles andere als einfach.

Sind Wassersprudler gut für die Umwelt?

In der Vergangenheit konnten Forscher Plastik in Mineralwasser nachweisen, das von der Verpackung auf das Lebensmittel selbst übergegangen sind. Immer wieder stehen PET-Flaschen auch wegen möglicher hormoneller Stoffe, die sie an das Wasser abgeben, in der Kritik.

Im Test gab es daher Pluspunkte für die beiden Geräte, die statt auf Plastik- auf Glasflaschen setzen. Das ist nicht nur besser für die Gesundheit, sondern auch nachhaltiger.

Insgesamt können aber alle Wassersprudler eine deutlich bessere Ökobilanz nachweisen als Mineralwasser in Einweg-PET-Flaschen, die vor allem wegen ihres günstigen Preises sehr beliebt sind.
 

Was kostet selbstgesprudeltes Mineralwasser?

In der Anschaffung liegen die getesteten Geräte alle auf einem vergleichbaren Niveau, einzig der Sprudler von KitchenAid fällt hier deutlich aus dem Rahmen.

Die verwendeten Gaszylinder können im stationären Handel getauscht werden – eine Originalkartusche von SodaStream, die auch bei anderen Herstellern zum Einsatz kommt, kostet 8,45 Euro. Günstiger ist da Konkurrent SodaTrend, eine Füllung kostet hier 6,95 Euro. 

Um den Preis pro Liter gesprudeltem Wasser berechnen zu können, legten die Kosten für einen Liter Leitungswasser und den CO2-Zylinder zugrunde.

Demnach kostet ein Liter Wasser je nach Sprudler zwischen 11 und 20 Cent.

HerstellerPreis je Liter (mit SodaStream-Zylinder)Preis je Liter (mit SodaTrend-Zylinder)
KitchenAid17 Cent14 Cent
SodaStream Crystal 2.020 Cent16 Cent
SodaTrend19 Cent15 Cent
My Sodapop10 Cent9 Cent

Im Vergleich dazu kosten günstige Mineralwässer im Discounter mit ca. 13 Cent pro Liter zum Teil weniger als gesprudeltes Wasser, Markenprodukte aber deutlich more.

Wassersprudler bieten daher nicht unbedingt eine preisliche Ersparnis – können aber wegen der besseren Umweltbilanz und des geringen Aufwands überzeugen. Denn 60 Liter Mineralwasser nach Hause zu schleppen, ist deutlich anstregendener als 60 Liter Wasser zu sprudeln.

Test-Fazit: Welcher Wassersprudler überzeugt?

Optisch sprach uns im Test der Wassersprudler von KitchenAid am meisten an, doch der Preis von knapp 300 Euro schreckt ab.

Der Gesamtsieger ist daher der , er überzeugt mit frischem Wasser, einfacher Bedienung und einer Glaskaraffe, die nachhaltig ist und sich auch optisch nicht verstecken muss.

Statt der Gaskartusche von SodaStream für 8,45 Euro kann auch die günstigere Alternative von SodaTrend (6,45 Euro) in den SodaStream Crystal 2.0 eingesetzt werden, so kann man mit jedem Glas Wasser noch more.

Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet zudem der , der durch ein besonders einfaches Handling überzeugen kann.

Autor
, Online-Redakteurin
Quelle
Stiftung Warentest (2019): Welche Sprudler wirk­lich prickelnd sind, abgerufen am 26.08.2019: https://www.test.de/Wassersprudler-im-Test-5485556-0/
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