.

Yoga oder Pilates: Was passt zu mir?

26

Yoga und Pilates – beide Sportarten konzentrieren sich auf Dehnung und Kräftigung der Muskeln. Ansonsten sind sie aber grundverschieden. Welches Workout ist das richtige für mich?

von , Fitness-RedakteurinAktualisiert: 03.06.2019
Gruppe von Menschen beim Yoga in der Krieger-Pose
iStockphoto

Du wünschst dir einen definierten Körper mit schlanken Muskeln, viel Kraft und großer Flexibilität? Dann sind sowohl Yoga als auch Pilates eine Option für dich.

Finde heraus, welche Trainingsmethode besser zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

 

Yoga vs. Pilates: Die größten Unterschiede

Beide Trainingsarten konzentrieren sich nicht nur auf das körperliche, sondern auch auf das seelische Wohl, unterscheiden sich aber in ihrer Ausführung – und in ihrer Entstehung.

Während Yoga bereits Tausende von Jahren alt ist und auch als philosophische Lehre betrachtet wird, wurde Pilates während des Ersten Weltkriegs von dem Deutschen Joseph Hubert Pilates erfunden.

Er wollte seine eigene schwache Konstitution verbessern – er litt als Kind an Asthma, Rachitis und rheumatischem Fieber – und später unter anderem Soldaten ein ganzheitliches Körpertraining bieten, um schwächere Muskelgruppen zu trainieren und die Haltung zu verbessern.

Sowohl Yoga, als auch Pilates beziehen den Atemfluss ins Training ein. Die Bewegungssysteme bedienen sich aber unterschiedlicher Atemtechniken:

Beim Pilates Workout wird durch die Nase ein- und den Mund ausgeatmet. Bei Yoga-Übungen wird fast ausschließlich durch die Nase geatmet.

Außerdem spielt die Atmung beim Yoga eine weitaus größere Rolle – sie dient dazu, den Geist zu entspannen.

Im Gegensatz zum Pilates wird beim Yoga deshalb auch nicht nach Wiederholungen oder Zählzeiten trainiert. Die einzelnen Posen (Asanas) werden über moreere Atemzüge hinweg gehalten oder in einem Flow, passend zum Atemfluss, nacheinander ausgeführt.
 

Warum Yoga?

Wer Yoga ausübt, der sollte nicht nur mit seinem Körper präsent, sondern auch mit seinem Kopf voll bei der Sache sein.

Das ganzheitliche Workout ist nichts für diejenigen, die sich schlicht auspowern oder komplett abschalten wollen. Du schulst beim Yoga deine Achtsamkeit – also deine Fähigkeit, mit allen Sinnen im Hier und Jetzt anzukommen.

Yoga ist im weitesten Sinne eine Art der Meditation, bei der die verschiedenen Asanas eingenommen werden, die zwischen Entspannung und Anspannung wechseln.

Wichtig ist, sich auch bei höchster Anstrengung auf die Atmung zu konzentrieren. Trainiert wird vor allem der Rumpf, Yoga eignet sich aber auch perfekt als Aufwärmtraining vor anderen Sportarten, wie zum Beispiel Joggen und Biken. Inzwischen ist Yoga auch als sinnvolle Ergänzung für Kraftsportler etabliert.
 

Entscheide dich für Yoga, wenn du auf ein Workout für Kopf und Geist aus bist, das dir die Gelegenheit gibt, dich auf Größeres als das bloße Training zu besinnen. Besonders Menschen mit angeschlagener Gesundheit können sich mit Yoga den Weg zu weiteren sportlichen Aktivitäten ebnen.

Warum Pilates?

Pilates fokussiert sich auf die Körpermitte. Während der Übungen ist dein Kraftzentrum, das so genannte "Powerhouse" aktiviert.

Du trainierst die Tiefenmuskulatur im Becken sowie rund um die Taille – und verbessert so nicht nur deine Haltung, sondern auch deine Flexibilität. Becken und Schulterbereich lassen sich durch regelmäßiges Pilates-Training freier gegeneinander verdrehen. Gleichzeitig arbeiten auch andere Muskeln mit, was Pilates zu einem kräftigenden Ganzkörper-Workout macht, ohne Gelenke zu belasten.

Es gibt Pilates-Kurse, die lediglich auf Matten stattfinden – die "Matwork". Und es gibt auch Einzel- und Kleingruppen-Sessions, bei denen die so genannten "Reformer" zum Einsatz kommen: Holz-Rahmen mit Seilzügen und Stahlfedern als Widerstandsgeber.
 

Frauen beim Pilates auf dem Reformer
iStockphoto

Besonders Tänzer, Athleten und Kraftsportler können beim Pilates ihren Körper auf intensive Wettkämpfe und Workouts vorbereiten und ihre Leistung sowie Widerstandsfähigkeit steigern.
 

Entscheide dich für Pilates, wenn du auf ein intensives, aber ruhiges Krafttraining aus bist, das deine Haltung verbessert und dich flexibler macht. Gerade vor, während und nach der Schwangerschaft ist Pilates eine gute Option, um den Beckenboden zu stärken.
 

Yogilates für Unentschlossene

Für diejenigen, die sich immer noch nicht entscheiden können, gibt es ebenfalls eine Lösung: Yogilates! Das ist eine Mischung beider Disziplinen, die Übungen und Bewegungen aus beiden Lehren vereint. 

Yogilates gibt es inzwischen in vielen Fitnessstudios. Es verknüpft ebenso stärkende wie entspannende (Hatha-)Yogaübungen mit Elementen aus dem Pilates, die gezielt die Rücken-, Bauch- und Beckenmuskulatur kräftigen.

Das Ganze wird zu einem fließenden Workout verbunden, in das auch Atem- und Balance-Übungen eingebunden sind. Die Bewegungsmuster sind schneller als beim Yoga – das bringt auch den Kreislauf in Schwung und fördert die kardiovaskuläre Ausdauer.

Fazit von Yoga- und Pilateslehrerin Juliana Afram

Was denn nun: Passt Yoga oder Pilates besser zu mir? Das Fazit überlassen wir einer echten Expertin auf beiden Gebieten, , Yoga- und Pilateslehrerin aus Hamburg:

"Frauen und Männer, die ergänzend zu ihrem Sport etwas für ihre Flexibilität tun und insbesondere ihre Rumpfmuskulatur ausbauen möchten, sind beim Pilates richtig. Die Übungen sind komplex und kräftigen.

Weniger leistungsorientiert und more auf Flexibilität als auf Kraft aus ist Yoga. Neben der körperlichen Erfahrung geht es bei den Übungen auf der Matte um Selbstreflexion und mentales Training.“

Egal, für was du dich im Endeffekt entscheidest: Stelle sicher, dich als Neueinsteiger von einem ausgebildeten Trainer oder Lehrer einführen zu lassen. So vermeidest du es, Übungen und Positionen falsch zu erlernen oder dich zu verletzen. Denn in diesem Fall verlierst du garantiert die Lust – ob am Yoga oder Pilates.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
левитра в аптеках

препарат виагра

steroidsshop-ua.com